Das Spiel mit dem Feuer

„Storm“ – So könnte eine Mission der Navy Seals heissen. Hinter diesem Game-Titel steckt jedoch eine fantastische Welt, in der die Artenvielfalt gefördert wird. IndiePub Entertainment und Namco Bandai schufen einen liebevollen Lebensraum, in dem Samen mit Naturelementen von Bäumen zu fruchtbarer Erde mittels Wind, Regen und Blitz befördert werden.

Vögel zwitschern, Grillen zirpen, bunte Blumen wehen sanft im Wind. Felsen sind mit saftigem Gras überwachsen und am Horizont ragen Berggipfel in den Himmel. Ein Wolkenfeld zieht gemütlich über die Landschaft hinweg und ein Lichtstrahl der Sonne berührt Mutter Erde.

Storm

Der Spieler spielt durchaus ein klein wenig Gott, wenn er Naturelemente bewusst auslösen kann, um damit Dinge zu bewegen und Leben zu erschaffen. Doch so einfach und idyllisch ist es gar nicht: Den Samen so behutsam wie möglich an den fruchtbaren Fleck zu bringen, kann zur Tortur werden. Vor allem, wenn der Weg nicht auf Anhieb ersichtlich ist. Die Elemente deshalb geschickt einsetzen zu können, muss gelernt sein. Vor allem muss das Timing stimmen. Sonst kann es sein, dass der Samen im Graben liegt, wenn nicht frühzeitig gepustet oder einer Blitz ausgelöst wird. Der Spielende wird aber nicht ins kalte Wasser geschmissen. Dadurch, dass von Level zu Level der Schwierigkeitsgrad ansteigt, steht genug Zeit zur Verfügung, um das weltbewegende Handwerk zu erlernen. Dabei werden Luft, Wasser und Feuer zu Freunden.

Werde zum Schöpfer

Wind befördert den Samen, der Regen lässt ihn schwimmen (auftreiben), Blitze können den Samen aufspringen lassen. Durch Kombinieren der Elemente lässt sich das Ziel erreichen. Naturelemente können aktiviert werden, wenn die Ladeanzeige mindestens eine Ladung angibt. Mehrere Ladungen werden gesammelt, wenn der Samen sie berührt und bei jedem neuen Level müssen Ladungen neu gesammelt werden. Die Elemente sind durch die Knöpfe auszulösen. Tippt der Spieler sie einmal an, entladen sich die Elemente und müssen erst wieder geladen werden, bevor erneut ein Regenguss oder ein Blitzschlag ausgelöst werden kann. Die Anzahl der Aufladungen für das jeweilige Element wird unterhalb des Symbols für dieses Element angezeigt. Es kommt nicht darauf an, wie lange eine Taste gedrückt bleibt – es regnet oder windet immer gleich stark.

Den Samen in fruchtbare Erde zu bewegen, bleibt die Hauptaufgabe. Doch der Weg ist steinig, hügelig oder abschüssig. Die Elemente helfen, Baumstämme zu brechen, Felsen zu spalten oder Teiche zu füllen. Damit öffnen sich neue Wege. Beispielsweise kann Wasser verwenden werden, um Blasen zu schaffen und diese dann mit Wind wegzupusten.

Storm

Auf diese Weise können höher gelegene Ebenen erreicht werden. Mir passierte es, dass ich wild drauf los pustete und der Samen dann in einer Sackgasse landete. Es empfiehlt sich daher, zu Beginn des Levels nicht grad drauflos zu schiessen: Erst gucken, wohin der Samen hingelangen soll. Dann sich taktisch einen Weg suchen. Oft liegen Hilfen bereit: Ein kleiner Wirbel in der Luft oder unscheinbare Luftblasen, die andeuten, wo Wasser erzeugt werden soll. Die Anzahl Aufladungen für jeweiliges Element wird unterhalb des Elementar-Symbols angezeigt. Die Elementarkräfte müssen über einem Gegenstand ausgelöst werden, um den bestimmten Teil überhaupt zu beeinflussen.Taktisches SchauspielDer Spieler hat bei Schwierigkeiten die Möglichkeit, jederzeit auf das Tippbuch zuzugreifen. Da steht dann zum Beispiel drin: „Du kannst nun gleichzeitig zwei Windströmungen erschaffen.“ Was auch steht, ist, dass durch zwei aufeinanderfolgende Regengüsse ein Sturm ausgelöst wird. Aber davon habe ich nichts bemerkt.

Storm

Es gibt mehrere Arten von Samen. Einer beispielsweise triebt nicht auf dem Wasser. Ihn kann man zwar runterspülen, aber nicht auftreiben lassen. Ist der Samen in einer Sackgasse gelandet, kann er mittels B-Taste zurück auf den Baum gebeamt werden. Es sind Fallen in Form von Büschen vorhanden, welche den Samen sofort zurückschicken, wenn man sie berührt. Das ist dementsprechend unangenehm, wenn der Spieler bereits eine Menge Schikanen überwunden hat und diese darum noch mal machen kann.

Im Spielmodus „Adventure“ gilt es, neue Wege zu finden, um Levels freizuschalten. Im Modus „Challenge“ können die freigeschalteten Levels dann gespielt werden. Versteckte Boni sind an gut und auch schwieriger erreichbaren Orten zu finden. Im Geistmodus werden gegen die Zeit in den bereits freigespielten Levels so viele Geister gesammelt, wie möglich. Sie sehen aus wie Irrlichter. Logischerweise wird das Einsammeln bei höheren Levels sehr schwierig.

Die Musik ist stimmig, dazu könnte ich entspannt Pilates-Übungen machen. Zwar wechselt die Melodie bei jeder Jahreszeit, schade aber, dass die Musik Irgendwann aufhört zu spielen. Sie beginnt nach zirka vier Sekunden von vorne –  Ein fliessender Übergang wäre schöner. Doch das Piano, die Flöten und die Geräuschkulisse unterstützen die Naturstimmung.  Das blasende Windgeräusch ist gut erkennbar und Laub sowie Blumen, werden durchgeschüttelt. Der Regen fällt schwer von den schwarz gefärbten Wolken und Donnergeräusche sind zu vernehmen. Des Spielers Bildschirm wird ebenfalls verregnet.

Fazit

 

Storm

„Storm“ ist der perfekte Ausgleich zum Alltag. Stress kann durch die schöne Melodie abgestreift, durch Rätsel das Gedächtnis gefördert werden. Die Idee, Samen durch Luft, Regen und Blitze an einen fruchtbaren Ort zu bringen, ist sehr schön.

Von Level zu Level lernt der Spieler stetig kniffligere Rätsel in den insgesamt 49 Levels – welche in die vier Jahreszeiten aufgeteilt sind – zu lösen. Timing ist wichtig, um den Samen nicht zu verlieren. Dies fordert Kombinieren der Elemente – und die richtigen Tasten rasch einzusetzen. Dies setzt wiederum voraus, dass man sich zu Beginn des Levels einen Überblick verschafft und mögliche Wege findet  – und nicht einfach drauflosschiesst. Die Rätsel sind herausfordernd und wenn’s mal nicht weiter geht, hilft das Tippbuch weiter. Zwei Negativpunkte habe ich zu vergeben: Die Melodie ist immer dieselbe und unterbricht plötzlich.

„Storm“ ist für Kniffler und Naturliebende das Nonplusultra. Auf mich wirkt das Spiel meditativ und lässt mich in eine friedliche Welt reisen. I love it.

 

Veröffentlicht am 26. Juni 2013 auf GAMES.CH: http://www.games.ch/6766-storm/artikel/test-t136pa5029.php?p=1

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Die fantastischen Vier

Nach drei Vorschauen über den Koop-Shooter von Insomniac Games, kommen wir endlich zum Testbericht. Jawohl, „Fuse“ geht seit dem 28. Mai 2013 über den Ladentisch. Wer nebst dem Getöse und Explosionen mehr erwartet, fragt sich: Ist das Teamplay wirklich so gut? Ist die Grafik nun top? Und fesselt der Shooter in die Couch? We let you know!

Irgendwo in der Wüste Nevadas. Irgendwo unter Sand, Staub und sengender Hitze ist eine geheime unterirdische Forschungseinrichtung der Regierung versteckt. Die Hyperion-Basis. Informationen, woran da unten geforscht wird, kommen wenig bis praktisch überhaupt nicht an die Oberfläche. Der Militärausschuss des Senats lässt lediglich wissen, dass mit sauberer Energie experimentiert wird – aha!

Fuse

Mit dieser Info muss sich das Fussfolk wohl abgeben. Ohne man kann sich an die Fersen des Overstrike-Teams heften. Und genau das tun wir!

Es ist heiss und selbst bei geöffneten Türen tritt der Schweiss aus sämtlichen Poren, die der Körper hergibt. Der Flug führt über die Wüste Nevadas, durch mehrere hundert Meter hohe Berge. Nichts als Sand und Stein, soweit das Auge reicht. Diese Landschaft ist so eintönig – nicht mein Ding.

Fuse

Langsam gewöhnt man sich an den Lärm der Rotoren und kann sich auf das Briefing konzentrieren. Izzy, Jacob, Dalton und Naya haben den Auftrag erhalten, eine Forschungsbasis des Militärs am Groom-Lake zu infiltrieren, die von Unbekannten angegriffen wurde. Die Unbekannten machen sich an eine geheime Technologie, die gesichert werden muss. Sie darf nicht in die falschen Hände geraten. Keine Ahnung, was einen da erwartet. Doch eines wissen wir: viele Tote. Die Eindringlinge haben sich bereits fortschrittlich ausgebreitet. Was das Militär fordert, sind saubere Agenten ohne Verbindung zur Regierung. Und das hat einen Namen: das Overstrike-Team.

Gibt’s sexy Bikinis?

Mit diesem vierköpfigen Team taucht der Spieler in die Schlacht. Im Hauptmenu kann in der Kampagne die Haupthandlung mit Freunden online oder alleine gespielt werden. Im Solo-Spiel haben Freunde die Möglichkeit, zu jedem Zeitpunkt einzusteigen, um die Bösewichte zu bodigen. Beim ersten Mal entscheidet sich der Spieler für einen der vier Charakter. Im Modus „Echelon“ kämpft der Spieler gegen gewaltige Gegnerwellen und sammelt Fuse-Credits an, um Upgrades zu erhalten. Dieser Modus ist durch die Gegnerfülle sehr anspruchsvoll und für die Fuse-Credits muss hart gearbeitet werden. Mein Tipp: Erst lernen, im Team zu kämpfen.

Fuse

Unter „Agenten“ können die Protagonisten ausgerüstet, Fähigkeiten freigeschaltet und Talente aufgewertet werden. Weil es fest vorgegebene Figuren sind, wird vergeblich auf individuellem Anpassen von Haarfarbe, Augenform oder etwa Hautfarbe gesehnt. Doch diverse Kampfkleidung (Skins) für die Agenten und deren persönliche Waffen lassen das Team in den Kämpfen glänzen. Leider noch ohne sexy Bikinis für Izzy und Naya.Vielleicht gibt’s diese in einem möglichen Update als Goodies freizuschalten.

Fuse

Sammeln, upgraden, siegen

Viel weniger dürfen Fähigkeiten und die Möglichkeit, sie aufzuwerten, fehlen. In den Levels sind EP zu sammeln. In einem Balken am oberen Bildschirm ist ersichtlich, wie viele EPs noch gesammelt werden müssen, um eine Stufe aufzusteigen. Jedes Mal, wenn ein Agent aufsteigt, erhält der Spieler einen Fähigkeitspunkt, mit dem er die Fähigkeit upgraden kann. Bei jedem Agenten unterscheidet sich das Fähigkeitsinventar etwas. Beispielsweise ist bei Dalton der Ferrofluid-Stabilisator für die Magnetschild-Welle aktualisierbar, bei Izzy hingegen wird das Melanit verstärkt, das die Gegner länger kristallisieren lässt. Nicht nur Fähigkeiten der einzelnen Agenten können aufgemotzt werden: Durch Einsammeln von Credits (unübersehbare riesen Goldbarren) können Team-Talente, wie Vitalität, EP-Multiplikator oder Banker – um Fuse-Credits zu erhöhen – aufgewertet werden.

Wie man sehen kann, ist „Fuse“ stark auf Belohnungen ausgelegt. Und es scheint, als ob der Entwickler es den Spielenden nicht all zu schwer machen wollte, denn um an Credits und EP zu gelangen, muss der Spieler nicht besonders kreativ sein. Alleine durch die Gegend laufen reicht. Oder eben Aufträge erledigen, welche sie durch General Burgess L. erhalten.

Die Taktik soll gelernt sein

Im ersten Level schickt er das Overstrike-Team in den Forschungs- und Entwicklungstrakt, wo sie die instabilen Fuse-Zellen in aktive Transformatoren bringen müssen. Denn sonst droht Fuse zu explodieren. Diese Mission ist auf Zeit zu erledigen. Sobald die Fuse-Zellen von einem Agenten transportiert werden, ist im Bildschirm dank eines Balkens ersichtlich, wie viel Zeit noch zur Verfügung steht. Einmal mehr ist Teamwork angesagt. Am besten ist, wenn jemand anders als Dalton die Materie transportiert, damit er mit seinem Mega-Shield schützen und angreifen kann. Die übrigen beiden decken den Fuse-Läufer. Manchmal ist die Gegnerfülle derart dicht, dass die Materie abgestellt werden muss, um dem Gegnerstrom Herr zu werden.

Fuse

Um die Gegnerfülle zu bodigen, gibt es genügend Munition für die drei mitgeführten Waffen. Von den erledigten Gegnern können deren Waffen aufgehoben werden. Trotz genügend Munition ist Aufmerksamkeit eines der obersten Gebote – und dies nicht nur mit den Augen: Genau so ist es von grossem Nutzen, seine Lauscherchen aktiv zu halten, um den Agenten zuzuhören. Sie bringen nützliche Infos. Einerseits über die Geschichte (über die sie selbst Stück für Stück mehr erfahren) und andererseits zum Lösen von Quests.

Dalton findet Katzen doof

Auch deshalb ist die Schwierigkeit der Aufgaben easy bis mittelmässig. Neben Informativem labert das Viererteam auch mal gerne Käse. Da erfährt man, dass Daltons Lieblingstiere nicht Katzen sind. Teils ist es unterhaltsam und man erfährt Dinge über die Charaktere, teils erinnert das Matcho-Gequatsche an den Actionfilm-Helden Bruce Willis. Gerade weil dieser Stuss nicht immer hilfreich ist, aktiviert man mittels linkem Stick die Distanzmessung zum Ziel, um sich in den Welten nicht zu verlieren.

Fuse

Die Welten sind nicht sehr gross, zudem weist der Gegner den Weg: einfach dem Strom nach. Dann bleibt meist nicht lange Zeit um auf Erkundungstour zu gehen, da der Bösewicht Raven nicht auf einen wartet. Immer schön im Fluss bleiben, das gilt ebenfalls beim Betätigen des Gamepads. Anfangs erhält der Spieler mittels Tutorial eine Einführung und dann klappt das sehr gut. Besonders cool finde ich die Aktion In Deckung gehen: Da rutscht der Agent hinter ein Objekt – das sieht schlicht genial aus. Im Übrigen ist die Physik der Figuren ok. Die Ladies sehen zwar sexy aus – was wohl das eng anliegende Outfit ausmacht. Doch Dalton ist ein Riesenfleisch-und-Muskel-Klops und der bewegt sich derart grob. Dreht er sich um, ist gleich der ganze Tisch von Kaffeetassen und Papierstapeln befreit. Auch sein Nahkampfangriff ist verlangsamt. Der sieht bei den Girls wiederum elegant und geschmeidig aus, obschon sie sich nicht gerade vorsichtig an den Gegner ran machen. Eher trampelnd und laut – kein Vergleich zu Sam Fisher aus „Splinter Cell“.

Und wenn’s brennt?

Wie dem auch sei: Diesen Koop-Shooter zu spielen macht riesen Spass. Ob alleine oder mit Freunden im Splitscreen. Dabei hat garantiert jeder alle Hände voll zu tun. Es herrscht wortwörtlich ein Teamspirit: Stirbt einer, sterben alle. Ist einer verletz, hilft ein anderer mit Medipacks. Angriffe mit den Xenotech-Waffen werden durch gemeinsames Anwenden verstärkt. Oder sie ergänzen sich gut: Izzy kristallisiert die Gegner und einer feuert den Gnadenschuss ab, Naya stösst unsichtbar vor und erledigt mit ihrer Nahkampferfahrung gerade mal paar, damit die anderen reinmarschieren können. Weniger cool sind unrealistische Phasen, in denen der General Infos durchgibt und nicht gekämpft wird: Dabei kann nicht durchs Visier geguckt oder sich am Feuer verbrannt werden. Obschon das Flimmern der Hitze sichtbar ist. Bei den Bosskämpfen mit Flammenwerfern können sich die Protagonisten allein durch Herumrennen von den Flammen selbst löschen. Fahrtwind FTW.

Fuse

Ebenso merkwürdig sind die selbst gelegten Sprengungen von Objekten: Die Protagonisten schauen lediglich in die andere Richtung. Dafür sind die Soundeffekte gut eingesetzt. Zischen, Knallen und Stimmen sind überzeugend. Im Hauptmenu lässt heroische Musik den Spieler für den bevorstehenden Kampf aufwärmen. Wer zwischen Getöse und Kämpfen Zeit hat, die Umgebung genau anzuschauen, wird nicht auf ein neues grafisches Wunder stossen. Wie bereits erwähnt: Der Fokus ist und bleibt beim Koop-Modus.

Fuse

Fazit

Danke Insomniac Games für diesen aufregenden Koop-Shooter. Mich überzeugt „Fuse“ und sobald ich diesen Testbericht zu Ende geschrieben habe, werde ich mich wieder in den Kampf gegen den Raven-Clan machen. Wer es mag, alle Hände voll zu tun zu haben, aktiv mitzudenken und taktisch die Gegner kalt zu machen, sollte sich diesen Shooter gönnen. Das Wechseln von einer zur anderen Charaktere bringt Abwechslung. Das Einsetzen der Xenotech-Waffen macht Spass, da sie grossen Schaden anrichten – Action pur. Teamspirit wird bei „Fuse“ gross geschrieben. Das zeigt sich durch das Zusammenspiel und das Sammeln wie Teilen von EP und Fuse-Credits. Gerade weil der Fokus auf dem Koop liegt, wurde bei der Grafik und Physik gespart. Auch die Logik lässt manchmal zu wünschen übrig. Grafikfans und Physikstudenten sollten nicht zu viel erwarten. Nichts desto trotz ist es ein spannender und knackiger Titel, der zumindest mich in die Couch fesselt. Meine Meinung über „Fuse“: I like!

Veröffentlicht am 28. Mai 2013 auf GAMES.CH: http://www.games.ch/8477-fuse/artikel/test-t135rb2410.php?p=1

Starte deine Motocross-Karriere

Abgefahrene Tricks wie die Motocross-Stars Nate Adams oder Cordova zaubern? Mit dem eigenen Avatar ist das in „Motocross Madness“ möglich. Und noch viel mehr: Über eine Karriere als Motocross-Fahrer bis hin zum chilligen Düsen auf Offroadstrecken ist alles möglich. Wir waren für euch auf der Teststrecke.

Sand, so weit das Auge reicht. In den Dünen Ägyptens scheint die Sonne und das Flimmern der Hitze lässt erahnen, wie heiss es ist. Die Landschaft, in der sich Pyramiden mit Palmen abwechseln, kommt Abenteuerlust auf. Der stahlblaue Himmel spiegelt sich auf dem Tank des Motorrades und in der Luft liegt der Geruch von Benzin. Die Motocross-Fahrer sind an der Startlinie aufgereiht und können kaum den Start abwarten, um über die Piste zu rasen. Sie lassen die Motoren ihren kräftigen Enduros aufheulen. Dann der Count Down: 3, 2, 1, los! Das Abenteuer ist gestartet.

Der eigene kleine Avatar startet als erstes im Karriere-Modus, wo erste Drifts und Stunts gemacht, sowie die Wirkung des Turboboosts erlebt werden. Nach zwei erfolgreich abgeschlossenen Testrunden folgt der Eintritt in den Bike Club. Freunde können sich in diesem Bike Club messen oder einander helfen, Ziele zu erreichen, indem die erreichten Werte kombiniert werden. Der Multiplayer ist in diesem brandneuen Motocross-Spass stark eingebettet. Sei es beim kollegialen Wettbewerb im Bike Club oder auf der Rennstrecke auf der bis zu acht Teilnehmer (Xbox Live) gegen einander antreten.

Motocross Madness

Als Master Chief ein Wheelie machen

Durch den Freundestreff und dass die knuffigen Avatare als Spielfiguren – oder viel mehr als coole Biker – die Piste stürmen, ist „Motocross Madness“ ein soziales und freundliches Spiel. Zwar ärgert sich der Avatar heftig und lässt all seine Frustration nach einem schlechten Rennen raus, ist jedoch rasch zufriedenzustellen, wenn durch die offenen Welten wie Ägypten, Australien oder Island gestreift wird. Das Freiheitsgefühl ist unvergleichbar. Hier können Münzen und Totenköpfe gesammelt werden, um zusätzliche Biker-Strecken und Goodies freizuschalten. Münzen und zusätzliches Geld können an Events verdient werden. Je nach Erfolg gibt es noch Goodies oben drauf.

Motocross Madness

Goodies können Bikes oder Kleider für den Avatar sein. Denn zu Beginn besitzt der Avatar über keinerlei Schutzrüstung. Mein Avatar beispielsweise – der weiblich ist, wohl bemerkt – flog anfänglich mit Sandalen und Rock über Schanzen. In diesem Motocross-Titel geht es wohl auch um das schicke Bekleiden des virtuellen Ichs sowie um das schön aussehende Motorrad.

Das Bike nicht gut genug? In der Werkstatt kann das Bike aufgewertet oder ein neues gewählt werden. Mit top Bike und geschniegelt ist der Spieler bereit für Avatar Famestar: Hier sammelt der Spieler Fame, was ein Mass dafür ist, wie berühmt der Avatar über alle Spiele ist. Fünf Levels gibt’s zu erspielen und natürlich reichlich Boni zum Sammeln. Und mag man einmal nicht mehr mit sich selbst wie ein freier Vogel über Schanzen fliegen, ist das Highlight sich in Kostüme zu hüllen und als Berühmtheiten wie Ezio Auditore aus „Assassins Creed“, Master Chief aus „Halo“, Sub-Zero aus „Mortal Kombat“ oder etwa Batman über die Piste zu rasen.

Motocross Madness

Genervter Avatar

Das Rasen funktioniert gut mit dem Gamepad. Das Handling ist auch für ungewohnte Biker schnell in den Griff zu bekommen. Der Drift ist unabdingbar, um in die Kurven elegant zu fahren. Was nervt, sind die Zwischensequenzen, wenn der Avatar vom Motorrad stürzt. Das Nette dabei ist, dass die Emotionen des Avatars zu sehen sind, der sich verärgert umschaut – doch es unterbricht den Spielfluss. Genauso nervig ist das Überrolltwerden von anderen.

Wegen solchen Zwischenfälle können die Mitbestreiter mittels Turboboost aufgeholt werden. Die Turboboost können jeweils bei Jumps mit tollem Move oder durch Einsammeln erlangt werden. Durch die vergleichsweise oft einsetzbaren Turboboosts sind die Rennen relativ einfach. Die Grafik ist gut und man erkennt auf Anhieb, dass es ein XBLA-Titel ist, wo sich der eigene Avatar zuhause fühlen kann. Authentisch beim Herumkurven ist, dass das Bike und der Avatar schmutzig werden. Die Sounds sind passend und es gibt stets was für die Ohren.

Motocross Madness

Fazit

In „Motocross Madness“ geht es vor allem um spassiges Daddeln, mit Kumpels abhängen, sowie Erfolge sammeln und das alles in schönen Landschaften. Ein cooles Race oder entspanntes Cruisen auf Offroastrecken bietet der neu nachgelegte Titel von Bongfish Games und Microsoft aus den 90ern. Hier gibt es für jeden etwas. Die Zwischensequenzen nach Stürzen sind weniger cool, sowie die übermässig vorhandenen Turboboosts, die das Spielen doch zu einfach werden lassen. Für 800 MS Points gibt es viel zu erleben und gewinnen. Ich über „Motocross Madness“: I like!

 

Veröffentlicht am 26. April 2013 auf GAMES.CH: http://www.games.ch/9222-motocross-madness/artikel/test-t134n91411.php

Nintendo setzt auf seine bewährten Helden

von Julienne Stucki / Jan Graber – Nintendo hat die kommenden 3DS-Spiele vorgestellt – darunter viel Stoff für Fans gestandener Helden. Neugierige Gamerherzen gehen eher leer aus.

storybildEchtes Teamwork in «Mario und Luigi: Dream Team Bros.» Luigi pennt gemütlich, während Mario in Luigis Traumwelt nach der entführten Peach sucht.Aus dem Osten nichts wirklich Neues. So könnte das Motto eines Anlasses in München lauten, an dem Nintendo kürzlich das kommende Line-up für die portable Konsole N3DS vorgestellt hat. Gezeigt wurde Altbewährtes: Helden wie Luigi, Link oder Donkey Kong erhalten verlässlich ihre Auftritte. Neue Helden, andere Geschichten oder innovative Spielideen sucht man hingegen vergeblich. Auf ihre Kosten kommen jedoch die Fans, die ihren Spielhunger am liebsten mit dem bekannten Nintendo-Futter stillen: Auf sie warten ein paar witzige Spielideen.

Link kehrt zurück

Mit «Legend of Zelda: A Link to the Past» kehrt Nintendo zu den Anfängen der «Zelda»-Reihe zurück und bringt eine Hommage an die Ersterscheinung aus dem Jahr 1992. Wichtigste Merkmale der Neuauflage des Abenteuerspiels sind die isometrische Optik von schräg oben, knifflige Aufgaben und die parallelen Welten, die im Original erstmals auftauchten. Was die Legende insgesamt zu bieten hat, ist derzeit noch ungewiss. Das Game soll im Dezember erscheinen.
Tierisch

Vollbepackt mit neuen Missionen ist die heile Welt in «Animal Crossing New Leaf»: Als Bürgermeister kann der Spieler eine gesamte Stadt nach seinen Wünschen designen, sich aber auch um sein eigenes Haus kümmern. Highlights sind gemeinsames Zocken mit Freunden oder gegenseitiges Besichtigen der Häuser und Umgebungen. Weil das Spiel in Echtzeit gespielt wird und die Figur sich schlafen legen muss, können Freunde Gegenstände klauen, während sich der Held im Traumland befindet. Release: 14. Juni 2013.
Noch ein Traum

Ebenfalls in einer Traumwelt spielt «Mario und Luigi: Dream Team Bros.» Klassiker bleibt dabei Klassiker: Prinzessin Peach wurde entführt. Wer sucht sie? Mario. Wer hilft dabei? Luigi – aber schlafend. Luigi schläft in Zwischenlevels auf Kissen ein und Mario stapft in seiner Traumwelt umher. Kämpfe sind in der Rundenstrategie angelegt. Release: Juli 2013.

Pokémon als Held

In «Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit» ist der Spieler für einmal selbst ein Pokémon. In einem Pokémon-Rudel hilft der Spieler Figuren bei alltäglichen Problemen und kämpft in der Rundenstrategie gegen böse Pokémon. Release: 17. Mai.

Öde Primaten

Kaum Neues gibt es aus Nintendos Affenkäfig: «Donkey Kong Country Returns 3D» ist eins zu eins dieselbe Ausgabe wie jene für die Wii aus dem Jahre 2010. Release: 24. Mai.

 

Veröffentlicht auf 20min.ch: http://www.20min.ch/digital/games/story/Nintendo-setzt-auf-seine-bewaehrten-Helden-18116722

Europa erwache und kämpfe

Heiss auf Schwerthiebe, Lanzenstiche oder Energiebälle in „Fire Emblem: Awakening“? Endlich dürfen auch die Taktik-Fans europaweit das japanische Strategiespiel am 19. April anspielen. Wir sind in den Titel eingetaucht und lassen euch zu gerne wissen, ob es sich lohnt, knapp Fr. 60.- dafür auszugeben.

„Fire Emblem: Awakening“ beginnt bei Adam und Eva: Der Spieler kann seine Charaktere selbst wählen. Egal ob Mann oder Frau, beide sind von guter Statur und können individuell angepasst werden. Nachdem der frisch geborene Protagonist seinen ersten Gegner im Tutorial besiegt hat, bekommt er deftig eins über die Rübe gebraten, tötet ungewollt seinen Verbündeten und fällt in Ohnmacht. Wie er auf die Wiesen von Ylisse kommt, weiss weder der Spieler, noch der Protagonist selbst. Dort erwacht aus seiner Ohnmacht bei drei Hirten Chrome, der Prinz von den Wiesen von Ylisse, dessen Schwester Lissa und dem Beschützer namens Frederick.

Fire Emblem: Awakening

Auf die Fragen wer er ist und was er auf dieser Wiese mache, findet der Protagonist keine Antwort – er leidet unter Amnesie. Nach und nach erinnert er sich an Dinge und die vier werden allmählich Kern eines immer grösser werdenden Heers – vorausgesetzt, der Spieler ist erfolgreich in den Kämpfen. Gekämpft wird vor allem gegen die Untoten namens Risen und den Plegianern, welche von dem Drachen Grima beherrscht werden. Eine schlimme Ära erlebt Ylisse derzeit und sie sind froh um jede Unterstützung, vor allem über jene eines mysteriösen Kämpfers, der bei einem Angriff den Hirten die Leben rettet. Er führt wie der Prinz Chrome, das national Schwert von Ylisse. Dieses Schwert, Falchion, gibt es nur einmal und kann eigentlich nur vom Prinzen getragen werden.

Fire Emblem: Awakening

Strategisch ausgeklügelt

Dies wirft viele Fragen auf und vor allem will das Team den mysteriösen Kämpfer bei den Schlachten dabei haben. Er wäre eine gute Ergänzung. Bei „Fire Emblem: Awakening“ gehört die stetige Vergrösserung des Heers zur Tagesordnung. Dies ist unabdingbar, denn von Level zu Level steigen der Schwierigkeitsgrad sowie die Gegnerfülle. Die Kriege werden durch den Spieler geleitet, in dem er jede einzelne Figur platziert. Ist ein Held angewählt, ist auf dem Raster ersichtlich, wie weit er gehen kann, um sich dem Gegner zu nähern (oder vor ihnen zu flüchten, falls dies mal nötig sein sollte). Gespielt wird mit allen Figuren. Die eigene Charaktere kann wie in „Fire Emblem: Shin Mansho“ eingebracht werden. Vor einer Kampfphase wird eine Prognose gezeigt, wie der Angriff ausfällt. Der Spieler kann sich auf diese Weise auch um entscheiden und den Spielzug zurückziehen. Der Überblick ist über das ganze Schlachtfeld sowie über die Fähigkeiten und Schwächen der Gegner. So hat der Spieler die Möglichkeit, gezielt die Waffen zu wählen um dem Gegner den sicheren Tod zu garantieren.

Fire Emblem: Awakening

Jeder Charakter hat seine eigene Fähigkeit. Dadurch kann jeder Spielzug genauestens geplant werden – ähnlich dem Schachspiel. Wurden alle Figuren platziert und sind die Einzelangriffe ausgelöst worden, platziert der Gegner sich und greift die Ylissianer an. Auf diese Weise lösen sich die Guten und die Bösen Spielzug für Spielzug ab.

Fire Emblem: Awakening

Verliebt, verlobt, verheiratet

Wenn der Spieler zu arg verletz wurde, gibt es die Geistlichen, wie Lissa, um Wunden mit dem Stab zu heilen. Von ihnen gibt es immer mehr in der Gilde. Sie müssen gut beschützt werden, denn sie können sich nicht verteidigen. Für einander da sein, ist ohne hin ein wichtiger Punkt, um gegen die Horden anzukämpfen und möglichst wenig Verluste einzustecken. Weiter geht der Teamgeist bei der Möglichkeit, Waffen sowie Heilmittel auszutauschen. Boni sind herumliegende Waffen wie und vermindernde Verletzlichkeit ist auf Anhöhen möglich. Mit jedem Angriff steigen die Erfahrungswerte. Sie helfen in dem anspruchsvollen Taktikspiel.

Fire Emblem: Awakening

Hintertürchen gibt es aber auch hier: Der Modus „automatische Spielzug“ erleichtert. Erleichterung bringt auch das Tutorial, das während des Spiels im unteren Bildschirm angezeigt werden kann. Generell ist der Spielaufbau sehr gut und der Taktik-Daddler kommt prima ins Spiel. Nichts desto trotz ist viel angezeigt, was anfänglich sehr chaotisch wirkt. Mit der Zeit gewöhnte ich mich jedoch daran und erkannte den Nutzen. Das Spiel ist definitiv detailreich. Nicht anders in den Zwischensequenzen: Dabei wird viel geredet. Wer keine Lust auf Gelaber hat, kann wahlweise die Sequenzen überspringen und lediglich zu den Kämpfen vorrücken.

Um den Handlungsstrang mit zu verfolgen, sind die Dialoge jedoch von Wichtigkeit. Zudem schaffen sie Nähe zu den Figuren. Der Spieler weiss rasch, wie die Protagonisten zu einander stehen und wie die Sympathien verteilt sind. Im Menu kann sogar die individuellen Beziehungen abgefragt werden. Dabei erfährt man beispielsweise, wer auf wen steht. Die Bindung unter den Figuren ist wichtig für die Fähigkeits- und Kräfteentwicklung. In Unterhaltungen und Kämpfen werden sie gestärkt. Unterhaltungen kann der Spieler unter Charakteren selbst anwählen. Je besser sie sich kennen und Beziehungen aufbauen, desto besser sind sie im Kampf. Das Vertrauen stärkt die Gruppe und Zweierangriffe erzeugen kraftvollere Support Effects. Es besteht sogar die Möglichkeit, Kinder zu kriegen und in Eltern/Kinder-Einheiten zu kämpfen.

Beziehungen sind auch spielübergreifend möglich: Mit der StreetPass-Funktion kann mit Freunden Waffen gehandelt werden oder sich gegenseitig herausfordern.

Wo sind die Füsse?

Das ganze Spiel wird mit einer wundervollen Musik untermalt. Erneut gibt Yuka Tsujiyoko ihr Bestes. Die Melodien sind wie in einem Fantasy-Film und liessen mich vollkommen in das Spiel eintauchen. Mal sanft, mal spannend-aufregend.

Genauso ansprechend ist die Grafik, besonders die Zwischensequenzen. Dadurch, dass die Farben der Wiesen und Bäume in einer milden Farbe dargestellt sind, isst das Auge definitiv mit. Jedoch haben die armen Menschen keine Füsse – geht ja gar nicht. Ebenso ist in den Spielen die Erkennbarkeit der Helden erschwert. Dies, weil das Feld in quadratische Felder aufgeteilt und in der Draufsicht dargestellt wird. Zwar kann das Geschehen herangezoomt werden, doch besser erkennbar sind die Männchen dadurch nicht und die Übersicht aufs Ganze entfällt.

Fire Emblem: Awakening

Gut, dass im unteren Bildschirm ein Steckbrief der angewählten Figuren (im Spiel genannt als Einheiten) angezeigt ist. Mit dieser Hilfe weiss der Spieler, wen er in das Gefecht jagt. Der Steckbrief informiert über Fähigkeiten, Energie, Erfahrungen, Besitz von Waffen, Verwundbarkeit und vieles mehr. Es gibt Tonnen Angaben über die Charakteren. Sich damit zurecht zu finden, ist anfänglich nicht ganz ohne. Cool finde ich beim Klick auf das Foto eine Art Showreel des Helden sehen zu können. In diesem kleinen Werbevideo zeigt er seinen Special-Move.

Fire Emblem: Awakening

Fazit

„Fire Emblem: Awakening“ ist ein Wechselspiel zwischen Action und Lieblichkeit. Auf dem Schlachtfeld geht es zur Sache und in den Zwischensequenzen entzücken die hübsch dargestellte Umgebung und Charakteren. Weniger hübsch ist die Ingame-Grafik: Die Figuren sind schwer zu erkennen und ähneln farbigen Pixelhaufen. Und in den Sequenzen wurden die Füsse vergessen zu programmieren. Die vielen Dialoge schaffen Nähe zu den Charakteren. Wer es nicht mag dem Gelaber zuzuhören – oder besser: es zu lesen, hat die Möglichkeit die Sequenzen zu überspringen. Detailreich und vollgestopft mit genialem Sound – ein tolles Spiel, wofür es sich lohnt, um die 60 Franken auszugeben. Meine Meinung zu „Fire Emblem: Awakening“: I like!

Und übrigens: Mit dieser Veröffentlichung startet Nintendo gleichzeitig das erstmalige Herunterladen von Zusatzinhalten (DLC), das bei „Fire Emblem: Awakening“ zum Zug kommt. Also: 3DS-Guthaben laden!

 

Veröffentlicht am 17.04.2013 auf GAMES.CH: http://www.games.ch/9025-fire-emblem-awakening/artikel/test-t134g70446.php

Nintendo-Helden Ahoi!

Wenn Nintendo Medien-Vertreter zum Anspielen von neuen 3DS-Games einlädt, ist es die Herausforderung, die Finger ruhig halten zu können. Schliesslich öffnete Nintendo in Frankfurt am 18. April die Tore zum 3DS-Event. GAMES.CH berichtet über Neues aus der Geburtsstätte von Super Mario.

Anlässlich des 3DS-Events erinnert der hergerichtete Zockerraum inmitten der Büros von Nintendo Europe Frankfurt an ein Schulzimmer, in dem gebüffelt wird, was das Zeug hält. Denn es herrscht eine auffallend ruhige Atmosphäre und in der Luft liegt Konzentration. Wenn jedoch die schöne und liebevolle Dekoration mit Berühmtheiten wie Joshi, Didi Kong, Luigi, Zelda und vielen mehr beachtet  wird, kann es kaum um Lernen gehen.

In der Game-Fabrik der Erfinderin der wohl bekanntesten Game-Figur, Super Mario, ist Daddeln angesagt. Die Konzentration wird ausgelöst durch heisse Erneuerungen von ebenso heiss beliebten Titeln, die genau unter die Lupe genommen werden. Zudem ist es das erste Mal, dass Nintendo gleich sechs Titel auf einmal vorstellt. Bei dieser Zahl ist die Herausforderung definitiv „Zeitmanagement“ – es sollen doch alle Neuerungen ausgekostet werden. Das Auskosten ermöglichen den eifrigen Tester mehrere 3DS und 3DS XL, an denen die Stars des Tages begrüsst werden.

Nintendo 3DS

Die Stars des 3DS-Events

Anwesend waren: „Legend of Zelda: Link to the Past 3D“, „Animal Crossing New Leaf“, „Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit“, „Donkey Kong Country Returns 3D“, „Mario and Donkey Kong: Minis on the Move“ und „Mario und Luigi Dream Team Bros.“.

Das sind schon einige Titel. Ganz nach dem Sprichwort: „Qual der Wahl“, weiss ich nicht, bei welchem Nintendo-Hit ich meine Zappelfinger ansetzten soll. Meine Wahl fällt schliesslich auf einen der Must-Have-Titel: „Legend of Zelda: Link to the Past 3D“. Diese Neuauflage von Zelda ist eine Hommage an die Ersterscheinung vom Jahre 1992. Die isometrische Grafik und das Verschmelzen in Wände sowie knifflige Aufgaben sind in dieser Neuauflage das Herzstück. Was die Heldinnen-Legende komplett zu bieten hat und wann wir sie spielen können, ist noch ungewiss: Es steht gerade ein Level und die Geschichte muss erst erfunden werden.

Ganz im Gegenteil sind genügend Levels und die Story in „Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit“ gesichert. Anders als sonst ist der Spieler selbst ein Pokémon. In einem Pokémon-Rudel hilft der Spieler Figuren bei alltäglichen Problemen und kämpft in der Rundenstrategie gegen böse Pokémon. In der Pokémon-Welt kann Zeit vertrieben werden – auf und unter der Erde. Diese Auflage ist ein Fanprodukt und ergänzt die Pokémon-Spielesammlung.

Nintendo 3DS

Bürgermeisters friedliches Klauen

Die andere Tierwelt, „Animal Crossing New Leaf“ ist voll bepackt mit neuen Projekten. Die komplette Innen- und Aussendekoration des Hauses ist möglich. Highlights sind gemeinsames Spielen von Minispielen mit Freunden oder gegenseitiges Besichtigen der Häuser und Umgebungen. Weil das Spiel in Echtzeit zu spielen ist und die Figur sich schlafen legen muss, können Freunde in den Träumen Gegenstände klauen – auf friedliche Art und Weise, denn es beeinflusst nicht das Spiel des Beklauten. Mit diesem Titel will Nintendo gezielt die Ladies bedienen.

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Gleichermassen ergänzt „Donkey Kong Country Returns 3D“ die Sammlung von Gorilla-Verrückten. Jedoch hat es sich Nintendo nicht einfach gemacht und einfach die Wii-Version für den 3DS umgesetzt: So wurde die Version aus 2010 mit vielen zusätzlichen Kleinigkeiten ergänzt. Cool, den Titel in der Portable-Version bei sich haben zu können.

Hat Peach eine Rivalin?

Kreativer ist hingegen „Mario and Donkey Kong: Minis on the Move“: Mehrere Knobelaufgaben, witzige Minispiele und Puzzles erwarten Spieler mit Köpfchen. Oder für jene, die mittels Denksport ihr Hirn aufmotzen und die Reaktionsfähigkeit trainieren wollen. Es besteht auch die Möglichkeit, eigene Puzzles zu machen. Der Titel ist ideal für unterwegs: kurze und knackige Spiele.

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Nice to know Nr. 1: Das Spiel heisst „Minis on the Move“, weil die bekannten Figuren wie Donkey Kong oder Peach als Roboter in Miniausführung die Games antreten.

Nice to know Nr. 2: Bei diesem Spiel ist eine neue Figur zu sehen: Eine fies aussehende Brünette in feurig rotem Kleid. Angeblich soll sie eine neue Prinzessin sein – Zickenalarm.

Mario und Donkey Kong ist ein neuer und erfrischender Mix. Doch nun Vorhang auf für das Dream Team: Mario und Luigi

Bei „Mario und Luigi Dream Team Bros.“ waren die Köpfe von Nintendo weitaus kreativer. Doch der Klassiker bleibt Klassiker: Prinzessin Peach wurde entführt. Wer sucht sie? Mario. Wer hilft dabei? Luigi – aber schlafend. Luigi schläft in Zwischenlevels auf Kissen ein und Mario stapft in seiner Traumwelt umher. Im unteren Bildschirm ist der schlafende Luigi zu sehen. Gedanklich ist Mario mit ihm verbunden. Mit dem Finger an seinem Bart ziehen oder an der Nase reiben um ihn Niesen zu lassen, hilft Mario in der Traumwelt weiter. Kämpfe sind in der Rundenstrategie angelegt. Eine geniale und unterhaltsame Neuerung in der Mario-Reihe für Gross und Klein.

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Die wahren Helden

Doch ob für Gross und Klein oder für sie und für ihn: Viele freuen sich auf die „Best of Nintendo“ in Taschenformat. Es fragt sich allerdings, wann Brandneues in der Game-Küche Nintendo gekocht wird. Denn die nachgelegten Titel geniessen einige als Vorspeise. Es gelüstet langsam nach einer neuen Hauptspeise.
Nur Mut, Nintendo! Auch wenn ein neuer Held unsere Daddelkisten stürmen wird: Die wahren Helden bleiben stets in unseren Herzen.

Unser Redaktionsmitglied Julienne hat übrigens auch für 20 Minuten einen tollen Artikel geliefert: Nintendo setzt auf seine bewährten Helden.

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Veröffentlicht am 2. Mai 2013 auf GAMES.CH: http://www.games.ch/nintendo-3ds/artikel/vorschau-v134u82337.php?p=3