Das Spiel mit dem Feuer

„Storm“ – So könnte eine Mission der Navy Seals heissen. Hinter diesem Game-Titel steckt jedoch eine fantastische Welt, in der die Artenvielfalt gefördert wird. IndiePub Entertainment und Namco Bandai schufen einen liebevollen Lebensraum, in dem Samen mit Naturelementen von Bäumen zu fruchtbarer Erde mittels Wind, Regen und Blitz befördert werden.

Vögel zwitschern, Grillen zirpen, bunte Blumen wehen sanft im Wind. Felsen sind mit saftigem Gras überwachsen und am Horizont ragen Berggipfel in den Himmel. Ein Wolkenfeld zieht gemütlich über die Landschaft hinweg und ein Lichtstrahl der Sonne berührt Mutter Erde.

Storm

Der Spieler spielt durchaus ein klein wenig Gott, wenn er Naturelemente bewusst auslösen kann, um damit Dinge zu bewegen und Leben zu erschaffen. Doch so einfach und idyllisch ist es gar nicht: Den Samen so behutsam wie möglich an den fruchtbaren Fleck zu bringen, kann zur Tortur werden. Vor allem, wenn der Weg nicht auf Anhieb ersichtlich ist. Die Elemente deshalb geschickt einsetzen zu können, muss gelernt sein. Vor allem muss das Timing stimmen. Sonst kann es sein, dass der Samen im Graben liegt, wenn nicht frühzeitig gepustet oder einer Blitz ausgelöst wird. Der Spielende wird aber nicht ins kalte Wasser geschmissen. Dadurch, dass von Level zu Level der Schwierigkeitsgrad ansteigt, steht genug Zeit zur Verfügung, um das weltbewegende Handwerk zu erlernen. Dabei werden Luft, Wasser und Feuer zu Freunden.

Werde zum Schöpfer

Wind befördert den Samen, der Regen lässt ihn schwimmen (auftreiben), Blitze können den Samen aufspringen lassen. Durch Kombinieren der Elemente lässt sich das Ziel erreichen. Naturelemente können aktiviert werden, wenn die Ladeanzeige mindestens eine Ladung angibt. Mehrere Ladungen werden gesammelt, wenn der Samen sie berührt und bei jedem neuen Level müssen Ladungen neu gesammelt werden. Die Elemente sind durch die Knöpfe auszulösen. Tippt der Spieler sie einmal an, entladen sich die Elemente und müssen erst wieder geladen werden, bevor erneut ein Regenguss oder ein Blitzschlag ausgelöst werden kann. Die Anzahl der Aufladungen für das jeweilige Element wird unterhalb des Symbols für dieses Element angezeigt. Es kommt nicht darauf an, wie lange eine Taste gedrückt bleibt – es regnet oder windet immer gleich stark.

Den Samen in fruchtbare Erde zu bewegen, bleibt die Hauptaufgabe. Doch der Weg ist steinig, hügelig oder abschüssig. Die Elemente helfen, Baumstämme zu brechen, Felsen zu spalten oder Teiche zu füllen. Damit öffnen sich neue Wege. Beispielsweise kann Wasser verwenden werden, um Blasen zu schaffen und diese dann mit Wind wegzupusten.

Storm

Auf diese Weise können höher gelegene Ebenen erreicht werden. Mir passierte es, dass ich wild drauf los pustete und der Samen dann in einer Sackgasse landete. Es empfiehlt sich daher, zu Beginn des Levels nicht grad drauflos zu schiessen: Erst gucken, wohin der Samen hingelangen soll. Dann sich taktisch einen Weg suchen. Oft liegen Hilfen bereit: Ein kleiner Wirbel in der Luft oder unscheinbare Luftblasen, die andeuten, wo Wasser erzeugt werden soll. Die Anzahl Aufladungen für jeweiliges Element wird unterhalb des Elementar-Symbols angezeigt. Die Elementarkräfte müssen über einem Gegenstand ausgelöst werden, um den bestimmten Teil überhaupt zu beeinflussen.Taktisches SchauspielDer Spieler hat bei Schwierigkeiten die Möglichkeit, jederzeit auf das Tippbuch zuzugreifen. Da steht dann zum Beispiel drin: „Du kannst nun gleichzeitig zwei Windströmungen erschaffen.“ Was auch steht, ist, dass durch zwei aufeinanderfolgende Regengüsse ein Sturm ausgelöst wird. Aber davon habe ich nichts bemerkt.

Storm

Es gibt mehrere Arten von Samen. Einer beispielsweise triebt nicht auf dem Wasser. Ihn kann man zwar runterspülen, aber nicht auftreiben lassen. Ist der Samen in einer Sackgasse gelandet, kann er mittels B-Taste zurück auf den Baum gebeamt werden. Es sind Fallen in Form von Büschen vorhanden, welche den Samen sofort zurückschicken, wenn man sie berührt. Das ist dementsprechend unangenehm, wenn der Spieler bereits eine Menge Schikanen überwunden hat und diese darum noch mal machen kann.

Im Spielmodus „Adventure“ gilt es, neue Wege zu finden, um Levels freizuschalten. Im Modus „Challenge“ können die freigeschalteten Levels dann gespielt werden. Versteckte Boni sind an gut und auch schwieriger erreichbaren Orten zu finden. Im Geistmodus werden gegen die Zeit in den bereits freigespielten Levels so viele Geister gesammelt, wie möglich. Sie sehen aus wie Irrlichter. Logischerweise wird das Einsammeln bei höheren Levels sehr schwierig.

Die Musik ist stimmig, dazu könnte ich entspannt Pilates-Übungen machen. Zwar wechselt die Melodie bei jeder Jahreszeit, schade aber, dass die Musik Irgendwann aufhört zu spielen. Sie beginnt nach zirka vier Sekunden von vorne –  Ein fliessender Übergang wäre schöner. Doch das Piano, die Flöten und die Geräuschkulisse unterstützen die Naturstimmung.  Das blasende Windgeräusch ist gut erkennbar und Laub sowie Blumen, werden durchgeschüttelt. Der Regen fällt schwer von den schwarz gefärbten Wolken und Donnergeräusche sind zu vernehmen. Des Spielers Bildschirm wird ebenfalls verregnet.

Fazit

 

Storm

„Storm“ ist der perfekte Ausgleich zum Alltag. Stress kann durch die schöne Melodie abgestreift, durch Rätsel das Gedächtnis gefördert werden. Die Idee, Samen durch Luft, Regen und Blitze an einen fruchtbaren Ort zu bringen, ist sehr schön.

Von Level zu Level lernt der Spieler stetig kniffligere Rätsel in den insgesamt 49 Levels – welche in die vier Jahreszeiten aufgeteilt sind – zu lösen. Timing ist wichtig, um den Samen nicht zu verlieren. Dies fordert Kombinieren der Elemente – und die richtigen Tasten rasch einzusetzen. Dies setzt wiederum voraus, dass man sich zu Beginn des Levels einen Überblick verschafft und mögliche Wege findet  – und nicht einfach drauflosschiesst. Die Rätsel sind herausfordernd und wenn’s mal nicht weiter geht, hilft das Tippbuch weiter. Zwei Negativpunkte habe ich zu vergeben: Die Melodie ist immer dieselbe und unterbricht plötzlich.

„Storm“ ist für Kniffler und Naturliebende das Nonplusultra. Auf mich wirkt das Spiel meditativ und lässt mich in eine friedliche Welt reisen. I love it.

 

Veröffentlicht am 26. Juni 2013 auf GAMES.CH: http://www.games.ch/6766-storm/artikel/test-t136pa5029.php?p=1

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Die fantastischen Vier

Nach drei Vorschauen über den Koop-Shooter von Insomniac Games, kommen wir endlich zum Testbericht. Jawohl, „Fuse“ geht seit dem 28. Mai 2013 über den Ladentisch. Wer nebst dem Getöse und Explosionen mehr erwartet, fragt sich: Ist das Teamplay wirklich so gut? Ist die Grafik nun top? Und fesselt der Shooter in die Couch? We let you know!

Irgendwo in der Wüste Nevadas. Irgendwo unter Sand, Staub und sengender Hitze ist eine geheime unterirdische Forschungseinrichtung der Regierung versteckt. Die Hyperion-Basis. Informationen, woran da unten geforscht wird, kommen wenig bis praktisch überhaupt nicht an die Oberfläche. Der Militärausschuss des Senats lässt lediglich wissen, dass mit sauberer Energie experimentiert wird – aha!

Fuse

Mit dieser Info muss sich das Fussfolk wohl abgeben. Ohne man kann sich an die Fersen des Overstrike-Teams heften. Und genau das tun wir!

Es ist heiss und selbst bei geöffneten Türen tritt der Schweiss aus sämtlichen Poren, die der Körper hergibt. Der Flug führt über die Wüste Nevadas, durch mehrere hundert Meter hohe Berge. Nichts als Sand und Stein, soweit das Auge reicht. Diese Landschaft ist so eintönig – nicht mein Ding.

Fuse

Langsam gewöhnt man sich an den Lärm der Rotoren und kann sich auf das Briefing konzentrieren. Izzy, Jacob, Dalton und Naya haben den Auftrag erhalten, eine Forschungsbasis des Militärs am Groom-Lake zu infiltrieren, die von Unbekannten angegriffen wurde. Die Unbekannten machen sich an eine geheime Technologie, die gesichert werden muss. Sie darf nicht in die falschen Hände geraten. Keine Ahnung, was einen da erwartet. Doch eines wissen wir: viele Tote. Die Eindringlinge haben sich bereits fortschrittlich ausgebreitet. Was das Militär fordert, sind saubere Agenten ohne Verbindung zur Regierung. Und das hat einen Namen: das Overstrike-Team.

Gibt’s sexy Bikinis?

Mit diesem vierköpfigen Team taucht der Spieler in die Schlacht. Im Hauptmenu kann in der Kampagne die Haupthandlung mit Freunden online oder alleine gespielt werden. Im Solo-Spiel haben Freunde die Möglichkeit, zu jedem Zeitpunkt einzusteigen, um die Bösewichte zu bodigen. Beim ersten Mal entscheidet sich der Spieler für einen der vier Charakter. Im Modus „Echelon“ kämpft der Spieler gegen gewaltige Gegnerwellen und sammelt Fuse-Credits an, um Upgrades zu erhalten. Dieser Modus ist durch die Gegnerfülle sehr anspruchsvoll und für die Fuse-Credits muss hart gearbeitet werden. Mein Tipp: Erst lernen, im Team zu kämpfen.

Fuse

Unter „Agenten“ können die Protagonisten ausgerüstet, Fähigkeiten freigeschaltet und Talente aufgewertet werden. Weil es fest vorgegebene Figuren sind, wird vergeblich auf individuellem Anpassen von Haarfarbe, Augenform oder etwa Hautfarbe gesehnt. Doch diverse Kampfkleidung (Skins) für die Agenten und deren persönliche Waffen lassen das Team in den Kämpfen glänzen. Leider noch ohne sexy Bikinis für Izzy und Naya.Vielleicht gibt’s diese in einem möglichen Update als Goodies freizuschalten.

Fuse

Sammeln, upgraden, siegen

Viel weniger dürfen Fähigkeiten und die Möglichkeit, sie aufzuwerten, fehlen. In den Levels sind EP zu sammeln. In einem Balken am oberen Bildschirm ist ersichtlich, wie viele EPs noch gesammelt werden müssen, um eine Stufe aufzusteigen. Jedes Mal, wenn ein Agent aufsteigt, erhält der Spieler einen Fähigkeitspunkt, mit dem er die Fähigkeit upgraden kann. Bei jedem Agenten unterscheidet sich das Fähigkeitsinventar etwas. Beispielsweise ist bei Dalton der Ferrofluid-Stabilisator für die Magnetschild-Welle aktualisierbar, bei Izzy hingegen wird das Melanit verstärkt, das die Gegner länger kristallisieren lässt. Nicht nur Fähigkeiten der einzelnen Agenten können aufgemotzt werden: Durch Einsammeln von Credits (unübersehbare riesen Goldbarren) können Team-Talente, wie Vitalität, EP-Multiplikator oder Banker – um Fuse-Credits zu erhöhen – aufgewertet werden.

Wie man sehen kann, ist „Fuse“ stark auf Belohnungen ausgelegt. Und es scheint, als ob der Entwickler es den Spielenden nicht all zu schwer machen wollte, denn um an Credits und EP zu gelangen, muss der Spieler nicht besonders kreativ sein. Alleine durch die Gegend laufen reicht. Oder eben Aufträge erledigen, welche sie durch General Burgess L. erhalten.

Die Taktik soll gelernt sein

Im ersten Level schickt er das Overstrike-Team in den Forschungs- und Entwicklungstrakt, wo sie die instabilen Fuse-Zellen in aktive Transformatoren bringen müssen. Denn sonst droht Fuse zu explodieren. Diese Mission ist auf Zeit zu erledigen. Sobald die Fuse-Zellen von einem Agenten transportiert werden, ist im Bildschirm dank eines Balkens ersichtlich, wie viel Zeit noch zur Verfügung steht. Einmal mehr ist Teamwork angesagt. Am besten ist, wenn jemand anders als Dalton die Materie transportiert, damit er mit seinem Mega-Shield schützen und angreifen kann. Die übrigen beiden decken den Fuse-Läufer. Manchmal ist die Gegnerfülle derart dicht, dass die Materie abgestellt werden muss, um dem Gegnerstrom Herr zu werden.

Fuse

Um die Gegnerfülle zu bodigen, gibt es genügend Munition für die drei mitgeführten Waffen. Von den erledigten Gegnern können deren Waffen aufgehoben werden. Trotz genügend Munition ist Aufmerksamkeit eines der obersten Gebote – und dies nicht nur mit den Augen: Genau so ist es von grossem Nutzen, seine Lauscherchen aktiv zu halten, um den Agenten zuzuhören. Sie bringen nützliche Infos. Einerseits über die Geschichte (über die sie selbst Stück für Stück mehr erfahren) und andererseits zum Lösen von Quests.

Dalton findet Katzen doof

Auch deshalb ist die Schwierigkeit der Aufgaben easy bis mittelmässig. Neben Informativem labert das Viererteam auch mal gerne Käse. Da erfährt man, dass Daltons Lieblingstiere nicht Katzen sind. Teils ist es unterhaltsam und man erfährt Dinge über die Charaktere, teils erinnert das Matcho-Gequatsche an den Actionfilm-Helden Bruce Willis. Gerade weil dieser Stuss nicht immer hilfreich ist, aktiviert man mittels linkem Stick die Distanzmessung zum Ziel, um sich in den Welten nicht zu verlieren.

Fuse

Die Welten sind nicht sehr gross, zudem weist der Gegner den Weg: einfach dem Strom nach. Dann bleibt meist nicht lange Zeit um auf Erkundungstour zu gehen, da der Bösewicht Raven nicht auf einen wartet. Immer schön im Fluss bleiben, das gilt ebenfalls beim Betätigen des Gamepads. Anfangs erhält der Spieler mittels Tutorial eine Einführung und dann klappt das sehr gut. Besonders cool finde ich die Aktion In Deckung gehen: Da rutscht der Agent hinter ein Objekt – das sieht schlicht genial aus. Im Übrigen ist die Physik der Figuren ok. Die Ladies sehen zwar sexy aus – was wohl das eng anliegende Outfit ausmacht. Doch Dalton ist ein Riesenfleisch-und-Muskel-Klops und der bewegt sich derart grob. Dreht er sich um, ist gleich der ganze Tisch von Kaffeetassen und Papierstapeln befreit. Auch sein Nahkampfangriff ist verlangsamt. Der sieht bei den Girls wiederum elegant und geschmeidig aus, obschon sie sich nicht gerade vorsichtig an den Gegner ran machen. Eher trampelnd und laut – kein Vergleich zu Sam Fisher aus „Splinter Cell“.

Und wenn’s brennt?

Wie dem auch sei: Diesen Koop-Shooter zu spielen macht riesen Spass. Ob alleine oder mit Freunden im Splitscreen. Dabei hat garantiert jeder alle Hände voll zu tun. Es herrscht wortwörtlich ein Teamspirit: Stirbt einer, sterben alle. Ist einer verletz, hilft ein anderer mit Medipacks. Angriffe mit den Xenotech-Waffen werden durch gemeinsames Anwenden verstärkt. Oder sie ergänzen sich gut: Izzy kristallisiert die Gegner und einer feuert den Gnadenschuss ab, Naya stösst unsichtbar vor und erledigt mit ihrer Nahkampferfahrung gerade mal paar, damit die anderen reinmarschieren können. Weniger cool sind unrealistische Phasen, in denen der General Infos durchgibt und nicht gekämpft wird: Dabei kann nicht durchs Visier geguckt oder sich am Feuer verbrannt werden. Obschon das Flimmern der Hitze sichtbar ist. Bei den Bosskämpfen mit Flammenwerfern können sich die Protagonisten allein durch Herumrennen von den Flammen selbst löschen. Fahrtwind FTW.

Fuse

Ebenso merkwürdig sind die selbst gelegten Sprengungen von Objekten: Die Protagonisten schauen lediglich in die andere Richtung. Dafür sind die Soundeffekte gut eingesetzt. Zischen, Knallen und Stimmen sind überzeugend. Im Hauptmenu lässt heroische Musik den Spieler für den bevorstehenden Kampf aufwärmen. Wer zwischen Getöse und Kämpfen Zeit hat, die Umgebung genau anzuschauen, wird nicht auf ein neues grafisches Wunder stossen. Wie bereits erwähnt: Der Fokus ist und bleibt beim Koop-Modus.

Fuse

Fazit

Danke Insomniac Games für diesen aufregenden Koop-Shooter. Mich überzeugt „Fuse“ und sobald ich diesen Testbericht zu Ende geschrieben habe, werde ich mich wieder in den Kampf gegen den Raven-Clan machen. Wer es mag, alle Hände voll zu tun zu haben, aktiv mitzudenken und taktisch die Gegner kalt zu machen, sollte sich diesen Shooter gönnen. Das Wechseln von einer zur anderen Charaktere bringt Abwechslung. Das Einsetzen der Xenotech-Waffen macht Spass, da sie grossen Schaden anrichten – Action pur. Teamspirit wird bei „Fuse“ gross geschrieben. Das zeigt sich durch das Zusammenspiel und das Sammeln wie Teilen von EP und Fuse-Credits. Gerade weil der Fokus auf dem Koop liegt, wurde bei der Grafik und Physik gespart. Auch die Logik lässt manchmal zu wünschen übrig. Grafikfans und Physikstudenten sollten nicht zu viel erwarten. Nichts desto trotz ist es ein spannender und knackiger Titel, der zumindest mich in die Couch fesselt. Meine Meinung über „Fuse“: I like!

Veröffentlicht am 28. Mai 2013 auf GAMES.CH: http://www.games.ch/8477-fuse/artikel/test-t135rb2410.php?p=1

Europa erwache und kämpfe

Heiss auf Schwerthiebe, Lanzenstiche oder Energiebälle in „Fire Emblem: Awakening“? Endlich dürfen auch die Taktik-Fans europaweit das japanische Strategiespiel am 19. April anspielen. Wir sind in den Titel eingetaucht und lassen euch zu gerne wissen, ob es sich lohnt, knapp Fr. 60.- dafür auszugeben.

„Fire Emblem: Awakening“ beginnt bei Adam und Eva: Der Spieler kann seine Charaktere selbst wählen. Egal ob Mann oder Frau, beide sind von guter Statur und können individuell angepasst werden. Nachdem der frisch geborene Protagonist seinen ersten Gegner im Tutorial besiegt hat, bekommt er deftig eins über die Rübe gebraten, tötet ungewollt seinen Verbündeten und fällt in Ohnmacht. Wie er auf die Wiesen von Ylisse kommt, weiss weder der Spieler, noch der Protagonist selbst. Dort erwacht aus seiner Ohnmacht bei drei Hirten Chrome, der Prinz von den Wiesen von Ylisse, dessen Schwester Lissa und dem Beschützer namens Frederick.

Fire Emblem: Awakening

Auf die Fragen wer er ist und was er auf dieser Wiese mache, findet der Protagonist keine Antwort – er leidet unter Amnesie. Nach und nach erinnert er sich an Dinge und die vier werden allmählich Kern eines immer grösser werdenden Heers – vorausgesetzt, der Spieler ist erfolgreich in den Kämpfen. Gekämpft wird vor allem gegen die Untoten namens Risen und den Plegianern, welche von dem Drachen Grima beherrscht werden. Eine schlimme Ära erlebt Ylisse derzeit und sie sind froh um jede Unterstützung, vor allem über jene eines mysteriösen Kämpfers, der bei einem Angriff den Hirten die Leben rettet. Er führt wie der Prinz Chrome, das national Schwert von Ylisse. Dieses Schwert, Falchion, gibt es nur einmal und kann eigentlich nur vom Prinzen getragen werden.

Fire Emblem: Awakening

Strategisch ausgeklügelt

Dies wirft viele Fragen auf und vor allem will das Team den mysteriösen Kämpfer bei den Schlachten dabei haben. Er wäre eine gute Ergänzung. Bei „Fire Emblem: Awakening“ gehört die stetige Vergrösserung des Heers zur Tagesordnung. Dies ist unabdingbar, denn von Level zu Level steigen der Schwierigkeitsgrad sowie die Gegnerfülle. Die Kriege werden durch den Spieler geleitet, in dem er jede einzelne Figur platziert. Ist ein Held angewählt, ist auf dem Raster ersichtlich, wie weit er gehen kann, um sich dem Gegner zu nähern (oder vor ihnen zu flüchten, falls dies mal nötig sein sollte). Gespielt wird mit allen Figuren. Die eigene Charaktere kann wie in „Fire Emblem: Shin Mansho“ eingebracht werden. Vor einer Kampfphase wird eine Prognose gezeigt, wie der Angriff ausfällt. Der Spieler kann sich auf diese Weise auch um entscheiden und den Spielzug zurückziehen. Der Überblick ist über das ganze Schlachtfeld sowie über die Fähigkeiten und Schwächen der Gegner. So hat der Spieler die Möglichkeit, gezielt die Waffen zu wählen um dem Gegner den sicheren Tod zu garantieren.

Fire Emblem: Awakening

Jeder Charakter hat seine eigene Fähigkeit. Dadurch kann jeder Spielzug genauestens geplant werden – ähnlich dem Schachspiel. Wurden alle Figuren platziert und sind die Einzelangriffe ausgelöst worden, platziert der Gegner sich und greift die Ylissianer an. Auf diese Weise lösen sich die Guten und die Bösen Spielzug für Spielzug ab.

Fire Emblem: Awakening

Verliebt, verlobt, verheiratet

Wenn der Spieler zu arg verletz wurde, gibt es die Geistlichen, wie Lissa, um Wunden mit dem Stab zu heilen. Von ihnen gibt es immer mehr in der Gilde. Sie müssen gut beschützt werden, denn sie können sich nicht verteidigen. Für einander da sein, ist ohne hin ein wichtiger Punkt, um gegen die Horden anzukämpfen und möglichst wenig Verluste einzustecken. Weiter geht der Teamgeist bei der Möglichkeit, Waffen sowie Heilmittel auszutauschen. Boni sind herumliegende Waffen wie und vermindernde Verletzlichkeit ist auf Anhöhen möglich. Mit jedem Angriff steigen die Erfahrungswerte. Sie helfen in dem anspruchsvollen Taktikspiel.

Fire Emblem: Awakening

Hintertürchen gibt es aber auch hier: Der Modus „automatische Spielzug“ erleichtert. Erleichterung bringt auch das Tutorial, das während des Spiels im unteren Bildschirm angezeigt werden kann. Generell ist der Spielaufbau sehr gut und der Taktik-Daddler kommt prima ins Spiel. Nichts desto trotz ist viel angezeigt, was anfänglich sehr chaotisch wirkt. Mit der Zeit gewöhnte ich mich jedoch daran und erkannte den Nutzen. Das Spiel ist definitiv detailreich. Nicht anders in den Zwischensequenzen: Dabei wird viel geredet. Wer keine Lust auf Gelaber hat, kann wahlweise die Sequenzen überspringen und lediglich zu den Kämpfen vorrücken.

Um den Handlungsstrang mit zu verfolgen, sind die Dialoge jedoch von Wichtigkeit. Zudem schaffen sie Nähe zu den Figuren. Der Spieler weiss rasch, wie die Protagonisten zu einander stehen und wie die Sympathien verteilt sind. Im Menu kann sogar die individuellen Beziehungen abgefragt werden. Dabei erfährt man beispielsweise, wer auf wen steht. Die Bindung unter den Figuren ist wichtig für die Fähigkeits- und Kräfteentwicklung. In Unterhaltungen und Kämpfen werden sie gestärkt. Unterhaltungen kann der Spieler unter Charakteren selbst anwählen. Je besser sie sich kennen und Beziehungen aufbauen, desto besser sind sie im Kampf. Das Vertrauen stärkt die Gruppe und Zweierangriffe erzeugen kraftvollere Support Effects. Es besteht sogar die Möglichkeit, Kinder zu kriegen und in Eltern/Kinder-Einheiten zu kämpfen.

Beziehungen sind auch spielübergreifend möglich: Mit der StreetPass-Funktion kann mit Freunden Waffen gehandelt werden oder sich gegenseitig herausfordern.

Wo sind die Füsse?

Das ganze Spiel wird mit einer wundervollen Musik untermalt. Erneut gibt Yuka Tsujiyoko ihr Bestes. Die Melodien sind wie in einem Fantasy-Film und liessen mich vollkommen in das Spiel eintauchen. Mal sanft, mal spannend-aufregend.

Genauso ansprechend ist die Grafik, besonders die Zwischensequenzen. Dadurch, dass die Farben der Wiesen und Bäume in einer milden Farbe dargestellt sind, isst das Auge definitiv mit. Jedoch haben die armen Menschen keine Füsse – geht ja gar nicht. Ebenso ist in den Spielen die Erkennbarkeit der Helden erschwert. Dies, weil das Feld in quadratische Felder aufgeteilt und in der Draufsicht dargestellt wird. Zwar kann das Geschehen herangezoomt werden, doch besser erkennbar sind die Männchen dadurch nicht und die Übersicht aufs Ganze entfällt.

Fire Emblem: Awakening

Gut, dass im unteren Bildschirm ein Steckbrief der angewählten Figuren (im Spiel genannt als Einheiten) angezeigt ist. Mit dieser Hilfe weiss der Spieler, wen er in das Gefecht jagt. Der Steckbrief informiert über Fähigkeiten, Energie, Erfahrungen, Besitz von Waffen, Verwundbarkeit und vieles mehr. Es gibt Tonnen Angaben über die Charakteren. Sich damit zurecht zu finden, ist anfänglich nicht ganz ohne. Cool finde ich beim Klick auf das Foto eine Art Showreel des Helden sehen zu können. In diesem kleinen Werbevideo zeigt er seinen Special-Move.

Fire Emblem: Awakening

Fazit

„Fire Emblem: Awakening“ ist ein Wechselspiel zwischen Action und Lieblichkeit. Auf dem Schlachtfeld geht es zur Sache und in den Zwischensequenzen entzücken die hübsch dargestellte Umgebung und Charakteren. Weniger hübsch ist die Ingame-Grafik: Die Figuren sind schwer zu erkennen und ähneln farbigen Pixelhaufen. Und in den Sequenzen wurden die Füsse vergessen zu programmieren. Die vielen Dialoge schaffen Nähe zu den Charakteren. Wer es nicht mag dem Gelaber zuzuhören – oder besser: es zu lesen, hat die Möglichkeit die Sequenzen zu überspringen. Detailreich und vollgestopft mit genialem Sound – ein tolles Spiel, wofür es sich lohnt, um die 60 Franken auszugeben. Meine Meinung zu „Fire Emblem: Awakening“: I like!

Und übrigens: Mit dieser Veröffentlichung startet Nintendo gleichzeitig das erstmalige Herunterladen von Zusatzinhalten (DLC), das bei „Fire Emblem: Awakening“ zum Zug kommt. Also: 3DS-Guthaben laden!

 

Veröffentlicht am 17.04.2013 auf GAMES.CH: http://www.games.ch/9025-fire-emblem-awakening/artikel/test-t134g70446.php

Roll Over Nemo

Test: Nintendo 3DS · 06. Mär 2013 · Julienne Stucki (julie-neo)

Was ist klein, rotweiss gestreift und hat eine Flosse kleiner als die andere? Das kann nur Nemo sein. Seit dem 14. Februar 2013 können Fans des niedlichen Clownfisches Abenteuer im grossen Ozean erleben. Bevor das eigene Riff erschaffen und lustige Minispiele gespielt werden können, muss in „Findet Nemo – Flucht in den Ozean“ der Aquariumsbande geholfen werden, den Weg nach Hause zu finden – und das durch Rollen. Das stimmungsvolle Fischchenspiel ist witzig wie aufregend.

Türkisfarbenes Wasser, das Meergras bewegt sich sanft mit der Bewegung der Strömung und viele bunte Fische schwimmen gemütlich umher. Seesterne, Blumentiere und buntes Riff schmücken den Meeresgrund. Dies ist das Zuhause von Nemo und seinen Freunden, die leider in einem Aquarium gefangen sind. Während der Aquariumsreinigung bietet sich für die Meeresbewohner die Chance zu entkommen.

Findet Nemo: Flucht in den Ozean

Doch alleine schaffen sie das nicht – sie brauchen Hilfe. Greife deine Nintendo DS oder 3DS sowie den Touchpen und rolle jeden einzelnen Fisch, der in einem Wasserbeutel verpackt ist, durch den Vorgarten und die schwer befahrene Strasse. Achte auf pickende Möven, zwickende Krabben und tiefe Löcher. Konntest du sie überlisten und den Fisch in den Ozean bringen, wird gleichzeitig ein Minigame freigeschaltet. Insgesamt können pro Charaktere drei Minispiele freigeschaltet werden. Meist gilt es in den Minispielen Freunden zu helfen oder sie zu finden.

Gestalte dein eigenes Riff

Findet Nemo: Flucht in den Ozean

Minispiele können immer wieder gespielt werden – toppe deinen eigenen Highscore. Wählst du im Menu „interaktives Riff“ an, kannst du der lustigen Bande ein eigenes Zuhause erstellen. Durch die gesammelten Boni in den Spielen können Fische sowie Meerespflanzen gekauft werden, die man in die Umgebung einfügen kann. Je mehr Boni, desto mehr kann gekauft werden. Also rate ich: Viel Minispiele spielen. Rosa Muscheln sind Boni, gelbe Muscheln machen den Fisch unverwundbar, grosse Muscheln sind extra Boni und die rosa Herzen sind Leben. Pro Spiel darf der Spieler fünf Mal von Gegnern getroffen werden. Am oberen Rand des oberen Bildschirms wird durch die Anzahl Herzen angezeigt, wie oft er schon getroffen wurde.

Ab in den Urlaub

Auf demselben Screen sind die gesammelten Muscheln ersichtlich und je nach Spiel die verbleibende Zeit. Der obere Screen spielt die Zwischensequenzen ab. Der Touchscreen wird mit dem Touchpen bedient. Generell ist es einfach, die Aufgaben mit dem Touchpen zu lösen, einzig mühsam ist das Bedienen der Schultertasten, um zu springen. Irgendwann wird die Hand müde, denn die Konsole wird nur durch eine Hand gehalten – die andere hält den Touchpen. Die vielen schönen Farben des Ozeans und der Fische kommen im Spiel gut zur Geltung. Die Grafik ist ähnlich dem Film und die karibische Musik dazu macht richtig Freude das Spiel zu spielen. Die Freude hält lange an, denn nach den ersten fünf Levels, können weitere Fünf freigeschaltet werden. „Findet Nemo – Flucht in den Ozean“ ist ohne Altersbeschränkung, doch damit es richtig Spass macht, sollte man lesen können – jedes Spiel wird vorgängig durch eine Anleitung erklärt.

Findet Nemo: Flucht in den Ozean

Fazit

„Findet – Nemo – Flucht in den Ozean“ von Disney Interactive Studios ist ein unterhaltsames und fröhliches Spiel für die kleinen Meeresfreunde. Die erfrischenden Farben und die karibische Musik bringen Urlaubsstimmung. Eine hochstehende Handlung gibt es nicht. Der Schwerpunkt liegt auf den Minispielen, wovon es über 30 Stück gibt. Dabei kann zum Beispiel Dori beim Memory-Spielen geholfen oder mit der Schildkröte geschwommen werden. Die fünf Levels und die Spiele dauern höchstens fünf Minuten und jedes Abenteuer wird erst in einer kurzen Anleitung erklärt. Die Aufgaben sind einfach bis mittelschwer zu lösen und dauern zirka fünf Minuten. Für kleine Hände empfehle ich einen Tisch, um die Nintendo DS abzustellen. Weil mit dem Touchpen gespielt wird, hält nur eine Hand die Konsole, was die Hand schnell ermüden lässt. Etwas fragwürdig sind die Vorgeschichten und Zwischensequenzen – sie sind zusammenhangslos und ergeben für mich nicht viel Sinn.

Trotzdem ist „Findet – Nemo – Flucht in den Ozean“ ein sehr stimmungsvolles Fischchenspiel wobei das Köpfchen eingeschaltet werden muss. Mein Fazit: „I like!“

Veröffentlicht am 6. März 2013 auf Games.ch

http://www.games.ch/9035-findet-nemo-flucht-in/artikel/test-t1334a0440.php

Shake your booty in The Hip-Hop Dance Experience

„The Hip-Hop Dance Experience“ ist das heisseste „Dance“-Game überhaupt. Es ist auch das erste in dieser Art: Der eigene Avatar wird zum Hip-Hopper, bedient wird das Ganze durch die Kinect-Steuerung und mittels Sprachbefehl können 40 Songtitel gewählt werden. Inis und Ubisoft bieten die Chance, mit bekannten Choreographien den Dancefloor zu erobern.

(von Julienne Stucki)

Im Spiel wird der Tanzwütige garantiert seinen Eifer los. Er wird gefordert bis auf die Knochen. Es gilt zum Beat zu tanzen und die Bewegungen der Tänzer so präzise wie möglich nachzutanzen. Während der Performance gibt es eine Punkteanzeige und zusätzliche werden Feedbacks von „YEPEE“ für richtig spitze über „YAP“, „COOL“, „NETT“ bis zu „MIES“ für nicht geschafft erhalten. In vier unterschiedlichen Modi kann der Spieler sich unter Beweis stellen.

The Hip Hop Dance Experience (Kinect)

Der erste Modus ist „Einstieg jederzeit“. Hierbei können einzelne Songs getanzt werden.  Ein anderer Spieler kann auch während der Performance mit auf den Dancefloor springen. Einige Sekunden die Hand über den Kopf heben und los geht’s. „Dance Party“ ist der Modus, bei dem alleine oder mit einem Freund gegroovt werden kann. Dabei kann jeder den eigenen Schwierigkeitsgrad wählen. Am Ende eines Songs ist die Punktezahl für die besten und schlechtesten Moves ersichtlich. „Dance Party“ ist ganz lustig, um alleine oder zu zweit Spass zu haben.

Die Kalorien purzeln lassen

Anders aber im Modus „Dance Battle“: Hier treten zwei Spieler gegeneinander an und kämpfen um den Sieg. Ein Balken zeigt knall hart an, ob die Tanz-Moves nur „MIES!“ oder doch „YEPEE!“ ausgeführt werden. Im Modus „Dance Marathon“ wird die Tanzkunst unter Beweis gestellt. Praktisch atemlos tanzt der Spieler einen Song nach dem andern und kommt dabei ordentlich ins Schwitzen. Ein Diamantbalken zeigt die Lebensdauer an. Wenn die Tanz-Moves schlecht sind, so schwinden Diamanten und der Marathon findet ein jähes Ende.

The Hip Hop Dance Experience (Kinect)

„Power Skooling“ ist der Modus, bei dem einzelne Tänze langsam erlernt werden. Sie können einzeln ausgesucht und verlangsamt nachgeahmt werden. In allen Modi vertritt der Avatar den Spieler. Um den Avatar nach seinem Gusto Hip-Hop tauglich aussehen zulassen, kann ihm im Modus „Garderobe“ das geeignete Outfit verpasst werden.

Bei der Auswahl der Songtitel kann ebenfalls der Schwierigkeitsgrad der Songs bestimmt werden. Je mehr Flammen, desto schwieriger ist der Song. Ebenso steht dem Spieler zur Auswahl, ob die Songtitel via Bewegung oder via Spracherkennung selektiert werden sollen. Leider klappte die Spracherkennung beim Test nicht. Ansonsten ist die Sensibilität des Kinect-Sensors einwandfrei. Die Bewegungen werden genau übertragen. So genau, dass der Sensor alle meine Patzer und unbeholfenen Armbewegungen problemlos aufzeichnet.

Sexy tanzen

Diese unbeholfene Bewegungen passieren mir trotz des guten Aufbaus der Performance: Die ersten beiden Tänze werden einige Male wiederholt, bevor der nächste eingebaut wird. Eine Performance enthält zwischen vier bis sechs Tänze. Das Spiel ist so angelegt, dass der Spieler die Moves dem Avatar oder des Tänzers, welche zum Beat vortanzt, abgucken kann.

Um den Tanzfluss zu unterstützen, ist im linken Bildschirmrand der nächste Tanz mit Countdown angezeigt. Für mich eine echte Herausforderung auf die genaue Bewegungsabfolge der Vorgabe zu achten, gleichzeitig den nächsten Tanz abzulesen und noch sexy auszusehen – dabei „hip-hoppe“ ich erst auf „Anfänger“. Pausen werden während den Performances zwei bis drei Mal eingelegt. Wenn der Spieler kurz raus muss, dann kann er den Bereich des Sensors einfach verlassen und die Performance pausiert von selbst – was auch mich der Hand über den Kopf halten funktioniert. Der Sound ist cool und gibt dem Game Style. Anzutreffen sind Missy Elliot, Chris Brown, Rhianna, B.o.B und mehr. Generell ist die Aufmachung gut gelungen. Allerdings treten die Hip-Hopper trotz der nötigen „Coolness“ arrogant auf. Und die Outfits sind teilweise fragwürdig.

The Hip Hop Dance Experience (Kinect)

Fazit

Mit „The Hip Hop Dance Experience“ erhält der Spieler definitiv Erfahrung aus der Hip-Hop-Szene. Kaum die Scheibe eingelegt und los geht es mit Performen. Ein Pro für das schnelle Einsteigen ins Spiel. Im Verlauf des Spiels gibt es zwar neue Dancefloors, jedoch können sie nicht frei ausgewählt werden – hierfür ein Contra. Ebenso fehlt ein Modus, bei welchem eigene Choreographien erstellt werden können.

Ansonsten enthält das ultimative Tanzspiel alles: Super Sounds, coole wie schräge Tanz-Moves, fragwürdige Outfits und überhebliche Charakteren. Die Steuerung über den Kinect-Sensor ist einwandfrei und grooven kann alleine oder mit einem Freund.

Den Dancefloor von „The Hip Hop Dance Experience“ ist geeignet für jene, die etwas mehr als choreografische Dummies sind. Oder einfach: Üben, Üben, Üben.

The Hip Hop Dance Experience (Kinect)

„The Hip Hop Dance Experience“ ist knackig und heiss. Mein Fazit: „I like!“

veröffentlicht am 27. November 2012 auf games.ch (http://www.games.ch/8748-the-hip-hop-dance/artikel/test-t12br94016.php )

Disney Prinzessin – Mein märchenhaftes Abenteuer

Feenstaub und Perlenglanz

Glitzernde Edelsteine, Schleifchen und Ballkleider. All das und noch viel mehr erwartet dich im neuen „Disney Prinzessin-Mein märchenhaftes Abenteuer“. Als Feenschülerin lernst du, wie man zaubert und wie man den magischen Garten pflegt. Mit dem Erlernten hilfst du zusätzlich den Märchenprinzessinnen. Zücke deinen Zauberstab und zeige, was für eine gute Schülerin du bist…

Du als Feenschülerin

Disney Prinzessinnen: Mein märchenhaftes Abenteuer

Liebe Disney-Freundin

Ich bin die Gute Fee des verzauberten Königreichs, in dem alle Träume wahr werden und ich bin höchst erfreut, dir mitzuteilen, dass du zu meiner neuen Feenschülerin ernannt wurdest. Gerne möchte ich dir das Zauberhandwerk der Feenwelt beibringen.

Das Zaubern ist ein wertvolles Wissen. Daher ist es mir ganz wichtig, dass du viel trainierst, um die Fähigkeiten schnell zu lernen.

Zu deinen Aufgaben gehört zum einen die Pflege des Zaubergartens und zum anderen sollst du für Ordnung in der Umgebung sorgen.

Um in der magischen Welt Erfahrungen zu sammeln, kannst du in verschiedenen Königreichen auf Entdeckungsreise gehen und Bekanntschaften mit den wunderschönen Prinzessinnen machen.

Ich freue mich, dich im verzauberten Königreich zu begrüssen! 

Der erste Tag

Mit dieser Einladung machst du dich auf in das verzauberte Königreich und als Begrüssung erhältst du einen magischen Kleiderschrank. In ihm hat es alles, was eine Fee braucht, um hübsch auszusehen: Kleider, Schmuck und bezaubernde Accessoires. Du kannst deine Charaktere von Kopf bis Fuss kleiden und sogar an ihrem Aussehen herumwerkeln. Du bestimmst welche Frisur sie haben soll, welche Augenform, welche Hautfarbe und noch vieles mehr.

Im Anschluss geht es in den magischen Garten. Er ist mit wunderschönen Blumen bestückt und du bekommst einen Teil von diesem Blumengarten. Wie du schon weisst, hast du die Möglichkeit, die Blumen zu pflegen. Giesse die Pflanzen und singe ihnen Lieder vor, damit sie besser wachsen. Es liegen überall violette Edelsteine umher, die du sammeln kannst. Je mehr Steine du sammelst, desto mehr Samen kannst du dir für deinen Garten kaufen. Der Garten ist zugleich der Ort, an dem du die erlernten Zauberstücke trainieren darfst.

Fiese Kobolde

Schön, dass du so fleissig übst. Doch es passiert dir ein Missgeschick. Weil du dich nicht mehr an einen bestimmten Zauberspruch erinnern kannst, verwandelst du die niedlichen Elfen in fiese Kobolde. Die machen dir so richtig die Hölle heiss. Sie tanzen dir frech um die Ohren und sorgen für ganz viel Chaos im Schloss, das du wieder aufräumen musst. Obwohl sie dein Zimmer auf den Kopf gestellt haben, lässt du dich von diesen Biestern nicht aus der Ruhe bringen. Ist das Zimmer wieder aufgeräumt, kannst du es nach deinem Geschmack dekorieren.

Ab hier ist das Tutorial zu Ende und viele Abenteuer erwarten dich auf den Königreichen…

Disney Prinzessinnen: Mein märchenhaftes Abenteuer

In Gemälde hüpfen

Eine schöne Idee finde ich die Gemälde, welche als Portale zu Spiellevels dienen. Auf jedem Gemälde ist eine Prinzessin abgebildet. Du kannst dir frei eine Prinzessin auswählen um dann verschiedene Abenteuer in ihrem Königreich zu erleben.

Besonders toll ist, dass es für jedes Abenteuer ein Outfit gibt. Beispielsweise musst du dich nicht mühsam mittels Brustschwimm-Technik in dem Gewässer von Arielle fortbewegen. Hier bekommst du richtige Flossen wie eine echte Meerjungfrau.

Eindrücke aus der Wasserwelt und dem ruhigen Dörfchen

In Arielles Königreich lernst du den süssen Fisch Fabian und die lustige Krabbe Sebastian kennen. Die beiden wie auch Arielle stellen dir mehrere Aufgaben. Zum Beispiel musst du Gegenstände suchen oder für Fabian Arielle  finden, um ihr eine Nachricht zu überbringen . Es gibt auch Gefahren wie ungeheure Muränen oder Stachelfische. Beim Berühren dieser Tiere verlierst du zwar keine Energie, aber du musst die gesammelten Gegenstände neu holen und sie dahin transportieren, wo du sie haben willst.

In der Welt von Belle, die wir aus der bezaubernden Geschichte „Die Schöne und das Biest“ kennen, ist es Herbst geworden. Belle freut sich über deine Bekanntschaft und bittet dich darum, die grünen Blätter von den Bäumen herunter zu schütteln, um die braun gefärbten Herbstblätter besser sehen zu können. Alleine in diesem ruhigen Dörfchen herum zu gehen ist ein Abenteuer. In jeder Ecke kann man spannende Sachen sehen.

Gameplay

Es gibt reichlich Edelsteine zum Sammeln. Mit ihnen kannst du wie bereits erwähnt, Pflanzen kaufen aber auch Bekleidung, Accessoires, Schmuck und Dekorationen für dein Zimmer. Um Extraboni zu erhalten, kannst du mittels farbigen Edelsteinen die in allen Levels herumstehenden Schatztruhen öffnen.

Die fiesen Kobolde begleiten dich zu deinem Leidtragen auf deinen Abenteuern. Ab und zu schwirren sie so, dass du sie mit deinem Finger auf dem unteren Bildschirm deiner 3DS in Elfen zurückverwandeln kannst. Im 3D-Bildschirm ist ersichtlich, wie viele Kobolde zu verwandeln sind.

Disney Prinzessinnen: Mein märchenhaftes Abenteuer

Hast du gerade keine Zeit um einen Level zu spielen, dann gibt es Minigames für den Spielspass zwischendurch. Leider kannst du sie nicht von Beginn an spielen, du musst sie dir erst freischalten.

Die Steuerung ist ganz einfach. Auf „X“ machst du den Wirbelzauber. Mit diesem Zauber kannst du Edelsteine aus Verstecken herausspringen lassen oder den Prinzessinnen helfen. Mit dem „Y“-Knopf hast du die Möglichkeit, mit deinem Zauberstab Magisches zu vollbringen und um zu hüpfen drücke die „B“-Taste. Kehre ab und zu in den Garten zurück, um neue Zauberstücke zu lernen.

Im unteren Bildschirm kann das Menu aufgefordert werden. Darin kannst du dir deinen individuellen Look zusammenstellen, deine Objekte betrachten und deinen Fortschritt in den Levels überprüfen.
Weil die Umgebungen so schön geschmückt sind, kann es durchaus vorkommen, dass du dich ablenken lässt und nicht mehr weisst was du tun musst. Wenn du dann auf das Fragezeichen drückst, kannst du nachlesen, was für eine Aufgabe du zu lösen hast.

Im Bann der Magie

Es gibt alles für Augen und Ohren. Die Levels sind so schön gemacht. Rosengärten, verschlafene Dörfchen, bunte Unterwasserwelt, prunkvolle Ballsäle…

Das Gemäuer der Schlösser ist charakteristisch für Märchen. Die leuchtenden Fenster laden ein um nach drinnen zu gehen, denn man kann sich denken, dass dort ein Fest im Gange ist. Gesperrte Bereiche sind durch violett schimmernde Vorhänge abgesperrt, welche wohl durch Feenstaub entstanden sind.

Die Musik untermalt die Idylle. Generell sind die Soundeffekte gut. Geht die Feenschülerin auf Gras oder Stein, so kann der Unterschied genau wahrgenommen werden. Im Hintergrund sind gurrende Tauben und Vögel zwitschern vergnügt. Tauchen Kobolde auf, so wird spannende Musik eingeblendet. Die liebliche Stimme der Guten Fee begleitet die Feenschülerin auf der Reise.

Disney Prinzessinnen: Mein märchenhaftes Abenteuer

Fazit

„Disney Prinzessin-Mein märchenhaftes Abenteuer“ dazu sag ich nur: Märchen-Power pur!
Ich finde es ein sehr schönes Spiel für Kinder ab 3 Jahren. Der Schwierigkeitsgrad ist einfach. Ein sehr idyllisch gestaltetes Spiel mit stimmigen Melodien. Die Minigames sind unterhaltsam und die Levels mit kreativen Aufgaben angereichert. Was ich vermisse, ist die Möglichkeit, mehr Credits oder Boni zu erhaschen. Die Idee mit der Feenschülerin finde ich toll und es erinnert mich ein klein wenig an „Harry Potter“. Die Kobolde sind zwar fies, aber sorgen für Spannung. Klar ist das Spiel für Kinder gedacht. Weil ich die Charakteren aber aus meiner Kindheit kenne, freue ich mich, den berühmten Prinzessinnen gegenüber zu stehen sowie in deren zu Hause herum zu irren. Ein gelungenes Spiel für Kleine und jung gebliebene Erwachsene. Mein Fazit: „I like“!

Veröffentlicht am 25. Oktober 2012 auf http://www.games.ch

Jet Set Radio

Erobere die Strassen von Tokyo

Frech In-Line skaten, Graffitis an verbotene Orte sprayen und der Regierung den letzten Nerv rauben. Das könnt ihr alles seit dem 11. September 2012 machen. An dem Datum veröffentlichte Sega eine Neuauflage von „Jet Set Radio“ aus dem Jahre 2000 für Xbox Live Arcade. Jetzt aber in High-Definition!

Mit der neusten Entwicklung durchstarten

Tokyo-to. Eine City irgendwo in Asien. In dieser Stadt wird geskatet was das Zeug hält. Als Strassenpunk kannst du coole Flips zaubern, atemberaubende Saltos machen, auf Rails grinden und abgedrehte Graffitis in der Stadt sprayen.
Das absolut Tolle sind die neu entwickelten „netrium“ Batterien, welche die Inliner an deinen Füssen antreiben. Diese Neuentwicklung ermöglicht es dir, die abgefahrensten Moves zu machen.

Jet Set Radio

Das Ganze würde aber nur halb soviel Spass machen, wenn „Jet Set Radio“ nicht da wäre. Das ist eine Piraten Radiostation die dich stets auf dem Laufenden hält. Der Captain, auch als DJ „Professor K“ genannt, ist der Drahtzieher von „Jet Set Radio“ und er hat es voll im Griff. Mit seinen coolen Rastalocken und der stylischen Brille legt er nichts anderes als non-stop Hardcore Musik auf. So rockst du garantiert die Strassen von Tokyo-to!

Erzfeind – Polizeichef Onishima

So spassig das Leben auf der Strasse ist, so hat es auch ihre schlechte Seite. Die Bewohner von Tokyo-to nennen die Strassenpunks „Rudies“. Die Bewohner mögen die Rudies genau so wenig, wie die Regierung und die Finanzkonzerne. So kommt es, dass Regierung und Konzerne zusammen arbeiten, um gegen das rebellische Verhalten der Strassenpunks anzukämpfen.  Zusammen bilden sie die Rokkaku Gruppe, angeleitet vom Polizeichef Onishima. Hey: Nimm dich in Acht vor dem Typen. Denn der will nichts mehr, als die Rudies hinter Gitter bringen.

Jet Set Radio

Das Leben in Tokyo-to

Tokyo, Japan. Eine Stadt mit Wolkenkratzer an denen bunte Werbescreens angebracht sind. Millionen Menschen wissen bestens, wie man sich in dieser Weltstadt amüsiert. Eine Stadt, in der man einfach alles tun kann. Shopping, Essen, Party machen, Arbeiten, Wohnen.

Genau so ist es auch in Tokyo-to. Tokyo-to ist in drei Distrikte aufgeteilt. Shibuya-cho ist der Shopping-Distrikt. Da ist es fröhlich und heiter. Anders ist es in Benten-cho. Dieser Stadtteil steht für das Nachtleben. Da ist es dunkel und es wird Party gemacht.
Der dritte Stadtteil ist Kogane-cho. Ein Ort, in dem man lebt, es geht ruhig her und zu.

Jet Set Radio

Beweise dein In-Line Talent

Nun willst du aber bestimmt wissen, wie sich „Jet Set Radio“ spielen lässt. Stehst du auf Funk, Breakbeat, Elektro und Hip-Hop? Dann empfehle ich dir folgende Vorgehensweise: Boxen aufdrehen, Spiel starten und die Party geht los.

Im Menu gibt’s ein extra Tutorial anzuwählen. Es ist ein Revier der GGs in Shibuya-cho und frei von Polizisten. Da kann frei geskatet werden. Das Tutorial brauchst du aber nicht dringend zu spielen, denn im Spiel selbst gibt’s genug Zeit, um sich mit der Steuerung anzufreunden.

Da stehst du nun im Distrikt Shibuya-cho. Gum ist ein freches Girl, welches dich gleich herausfordert. Du musst dich erst beweisen, damit sich Gum dir anschliesst. Gum skatet immer vor und du musst es ihr dann nach machen. Auf diese Art wird die Steuerung gelernt.

Der zweite Herausforderer ist Tab. Er will von dir sehen, ob du coole Graffitis sprayen kannst und wie geschickt du dich an fahrende Autos hängst. Meisterst du alle von Gum und Tab vorgegebenen Skills, so schliessen sie sich dir an. Gemeinsam seit ihr die GGs.

Jet Set Radio

Für mich sind die Charakteren gewöhnungsbedürftig. Ich werde einfach nicht warm mit ihnen. Oft ist lediglich ein „Hey, you!“ zu hören und der Rest kann im deutschen Untertitel gelesen werden. Dazu tanzen die Figuren zur Musik. Sie sind echte Angeber. Offenbar müssen sie auch genau das sein, sonst würden sie als die frechen In-Lineskater auf der Strasse nicht überleben können! Wahrscheinlich wollten die Macher genau das bewirken…

Verteidige dein Revier

Von den beiden anderen Distrikten kommen andere Gangs in das der GGs. Es gilt sie zu vertreiben und ihre Graffitis müssen übersprayt werden. An allen Orten an denen Graffitis angebracht werden sollen, sind mit einem Pfeil markiert. Es kann im Fahren oder im Stehen mittels LT-Taste und linkem Stick gesprayt werden.

Wenn Polizisten Jagd auf die Rudies machen und so nicht in Ruhe geskatet werden kann, ist das In-Linen echt schwer. Beim Versuch auf Gegenstände zu springen, scheitert man oft und dies bringt einem zur Weissglut. Das passiert genau dann, wenn der blöde Polizeichef Onishima mit seiner riesigen Knarre der Spielfigur im Nacken hängt. Ich ärgerte mich zwar über das Handling, gleichzeitig war es brutal aufregend vor dem fiesen Onishima davon zu rennen. Es blieb mir nichts anderes übrig, als schreiend und völlig zappelig auf der Couch zu springen. Lustig!

HD ok. Aber diese Grafik ist schon etwas dürftig. Eckige Figuren und Gegenstände sowie grobe Linien. Da hätten die Entwickler schon mehr Liebe in die Grafik packen können. Ebenso weicht einiges von der Realität ab. Beispielsweise können die Figuren ewig hoch und weit springen sowie unrealistische Jumps machen.

Jet Set Radio

Verewige dich

Es gibt Spraydosen zu sammeln um überhaupt Graffitis anbringen zu können. Im Menu gibt es eine Rubrik unter der du dein eigenes Graffiti-Logo selbst malen oder ein vorgegebenes benutzen kannst. Im Level sprayst du dann eben dieses persönliche Graffiti, damit alle wissen, dass du der Strassenpunk warst, der eben vorbeigesaust ist.
Zusätzlich schweben diese gelben Radioheads in der Stadt, die du schnappen solltest, um neue Hits zu sammeln.

Neben dem bereits erwähnten „Graffiti erstellen“ im Menu, gibt es „das Radio“. Da können alle Hits abgespielt werden. Zu Beginn sind einige Beats von Hideki Naganuma zu hören und in den Levels kannst du zusätzliche Beats als Bonus holen.

Unter „Xbox Live“ kannst du dir die Bestenliste und Erfolge angucken. Als letztes gibt es „die Strasse“. Das ist eine Karte auf der die Distrikte ersichtlich sind und zeitgleich sind darauf die Levels anwählbar.

Fazit

„Jet Set Radio“ ist typisch japanisch. Magst du Kitsch? Dann ist dieses Game dein Ding! Hole dir den In-Line Spass für 800 MS Points nach Hause.

Die Story finde ich gut. Die ist logisch aufgebaut und einfach zum verstehen. Dadurch kann sich der Spieler schnell ins Spiel begeben. Der Sound ist fetzig und passt perfekt zum Rest. Ansonsten überzeugt mich die Aufmachung nicht. Obwohl die Charaktere frech sein müssen um ein Draufgänger-Image zu präsentieren, sind sie protzig und überheblich. Die Figuren und Gegenstände sind eckig und grob. Das In-Line skaten unrealistisch. Echt nervig ist, dass die Figur in Stresssituationen schwierig zu steuern ist.

Der hinterlegte Sound ist es, was das Spiel heraushebt. Die Tracklist geht voll ab und motiviert um frech über die Strassen zu flitzen. Ich rate aber dringend, neue Hits frei zu schalten, sonst hört man ständig die selben Beats.
Aufregend wird es dann, wenn der Polizeichef Onishima hinter dir her ist. Er tanzt mit einer Truppe Polizisten an, die wie Zinnsoldaten sind. Das ist lustig und bringt Bewegung ins Spiel.

„Jet Set Radio“ ist nicht das Spiel, dass mich Stunden in den Bann zieht. Generell wäre mehr Liebe für das Detail schön gewesen.

Ich sage nur: Spiel starten, nicht zu viel erwarten.

Auf diese Weise macht es Spass mit den In-Linern coole Tricks zu machen sowie stylische Graffitis an Wände und Autos zu sprayen.

 

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Test: Xbox 360 · 12. Sep 2012 · Julienne Stucki (julie-neo)