NHL 14 angespielt mit Roman Josi

Anlässlich des 9. EA-Sports-Hockeycamps in Zuchwil (SO) lud Electronic Arts zur exklusiven Präsentation des brandneuen „NHL 14“ ein. Die Vorfreude auf den EA-Klassiker „NHL“ ist gross. Noch grösser wird sie, wenn drei der international anerkannten Hockey-Grössen David Aebischer, Mark Streit und Roman Josi mit dem Shuttle angebraust kommen und zusätzlich mit einem der drei das „NHL 14“ angespielt werden kann.

NHL 14

Bevor „NHL 14“ angespielt werden konnte, berichteten David Aebischer, Mark Streit, Roman Josi und der Gründer des Hockeycamps, Peter Eggimann, über das Goalie- und Verteidiger-Camp für Kids. So erzählte David Aebischer, weshalb er gemeinsam mit Martin „Tinu“ Gerber das Goalie-Camp ins Leben gerufen hat: „Wir wollen den Kids in der Schweiz das näher bringen, was in Nordamerika gelehrt wird.“ Nicht anders könnte man die Botschaft des neuen „NHL 14“ verstehen. In der auf die Pressekonferenz folgende Präsentation des Spiels wurden gierige Augen mit Screenshots und Videos durch Inhalte wie One-Touch Dekes, Enforcer Engine, Collision Physics und dem „NHL 94“ Anniversary Mode präsentiert. EA will Europäern die Aggressivität und das Tempo des heutigen Eishockeys aus Übersee näherbringen.

NHL 14

Das Näherbringen der NHL 14 Key Features des neuen „NHL 14“ überliess EA Sports jedoch nicht sich selber. Nach der Pressekonferenz machten sich Aebischer und Streit auf den Weg, um den Kids in der Zuchwiler Eishalle die Kunst des Eishockeys beizubringen. Roman Josi blieb. Er hatte einen Job zu erledigen: Die Ansprache für das „NHL 14“. Denn er stand für den Packshot Modell.

„NHL“ spielen ist ein Muss

Man muss sich aber nicht vorstellen, dass der NHL-Profi dasass und bereits von allem Kenntnis hatte. Er war selbst neugierig auf die Neuerungen. Denn er spiele seit kleiner Junge „NHL“, erzählte er mir, als ich mit ihm „NHL 14“ anspielen konnte.

Auf die Frage, ob er als Junge erst „NHL“ gezockt oder erst die Sportart selbst gespielt habe, meinte er, dass er schon erst mit dem echte Eishockey angefangen habe. Aber mit sechs Jahren begann er das Eishockeyspiel zu gamen. Mit einer Selbstverständlichkeit fragt er mich zurück: „Das spielt doch jeder Bub, oder etwa nicht?“.

NHL 14

Gefreut wie ein kleiner Bub spielt er jedenfalls und lässt keine Gelegenheit aus, die Scheibe in das gegnerische Tor zu tragen. Es dauerte nicht lange und das 1:0 für den Hockeycrack Josi stand. Das lasse ich nicht auf mir sitzen und gebe Gas. Josi wiederum versucht Körpertäuschung an Körpertäuschung zu Combos aneinander zuhängen. Mit vollem Enthusiasmus zeigt sich Josi im Spiel. Dabei wurde mir klar, ob NHL-Star oder Normalo: Beide Typen sind beim EA-Klassiker „NHL“ eifrige Zocker.

Ist Mark Streit wohl auch ein eifriger „NHL“-Zocker?

Mit Streit wünscht sich Josi einmal in der National Hockey League zu spielen. Doch Josi unterschrieb einen Siebenjahresvertrag bei den Nashville Predators und Streit einen Vierjahresvertrag bei den Philadelphia Flyers. Dieser Wünsch dürfte wohl etwas schwierig zu erfüllen sein. Deshalb meint Josi: „Auf der Konsole wäre es eine Möglichkeit, doch noch mit Mark in der NHL zu spielen“.

NHL 14

Mein Effort zahlte sich aus, als ich den Ausgleich erzielte. Doch Die Konsole stieg kurzerhand aus, weshalb es zu keinem Entscheid kam.

Mit Roman Josi „NHL 14“ zu zocken ist erfrischend – und mit seiner ruhigen und lockeren Art ist er gerne für einen „Schwätz“ zu haben. Er und ich sind vom neuen EA-Titel begeistert. Mal schauen, wo das Schicksal noch einschlägt: Vielleicht gibt es eine neue Chance den Meister – oder eben die Meisterin – auszumachen.

NHL 14

Was das „NHL 14“ bietet

Aber was für Entdeckungen konnten beim Anspielen des brandneuen „NHL 14“ gemacht werden? Die Collision Physics sind grandios und fallen als erstes auf. Die One-Touch Dekes im richtigen Moment einzusetzen, ist zu Beginn nicht einfach. Doch schätzungsweise nach dem zweiten Match sollte das hinhauen. Zu den Zweikämpfen meint Josi: „Wahnsinn, wie realistisch das ist!“ Tatsächlich sind die Prügeleinen recht wahrheitsgetreu, wie auch die Schürfungen nachher.

Untenstehend findet ihr die „NHL 14“ Key Features erläutert.

Collision Physics

Better, bigger: Die Checks und Kollisionen wirken noch echter und härter. Wenn der Spieler beispielsweise durch einen Hit auf das weisse Kalt schlägt, dann bewegt sich auch das Bein nun physisch realistischer. Die Truer-to-Life Collisions sind so gut, dass sie beim Gamer hin und wieder ein Zusammenzucken auslösen.

NHL 14

One-Touch Dekes

Better, easier: Coole und schnelle Moves durch Verbesserung der Dribblings, Körper- und Stocktäuschungen. Mit der vereinfachten Steuerung – linker Stick und eine Taste – können Gamecracks wie Rookies mittäuschen und Kombos aneinanderhängen.

NHL 14

Enforcer Engine

Better, tougher: EA ist durch die „Fight Night“-Reihe inspiriert. Die Kämpfe auf dem Eis sind nun nicht mehr aus First Person- sondern aus der Third-Person-Sicht auszutragen. Die Möglichkeit, in der Prügelei auszuweichen und zurückzuschlagen, ist authentischer – so auch die Folge: Nasenbluten, Platzwunden, Schürfungen, alles ist sichtbar.

„NHL 94“ Anniversary Mode

Better, funnier: Nebst dem Karrieremodus und dem taktischen Spiel soll der Anniversary Mode Spass und Freude am Daddeln auf den Bildschirm zaubern. Der Spieler kann sich bei diesem Fun-Part verweilen oder sich schnell fünf Minuten ein Quick-Game gönnen. Aufbereitet ist alles in der „NHL 14“ Engine der Spassfaktor ist aus dem „NHL 94“ übernommen. Wahlweise kann auch die Steuerung von anno dazumal gewählt werden.

Swiss Content

Ob in der Vailland-Arena in Davos, dem Hallendstadion in Zürich, der PostFinance-Arena in Bern, der Bossard-Arena in Zug oder Resega in Lugano, die fünf Hockeybuden sind nach wie vor enthalten. Ebenso sind die Clubs der NLA wie die Nationalmannschaft enthalten und tragen die richtigen Trikots.

 

Veröffentlicht am 29. Juli 2013 auf GAMES.CH: http://www.games.ch/8629-nhl-14/artikel/vorschau-v137t82341.php?p=1

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Das Spiel mit dem Feuer

„Storm“ – So könnte eine Mission der Navy Seals heissen. Hinter diesem Game-Titel steckt jedoch eine fantastische Welt, in der die Artenvielfalt gefördert wird. IndiePub Entertainment und Namco Bandai schufen einen liebevollen Lebensraum, in dem Samen mit Naturelementen von Bäumen zu fruchtbarer Erde mittels Wind, Regen und Blitz befördert werden.

Vögel zwitschern, Grillen zirpen, bunte Blumen wehen sanft im Wind. Felsen sind mit saftigem Gras überwachsen und am Horizont ragen Berggipfel in den Himmel. Ein Wolkenfeld zieht gemütlich über die Landschaft hinweg und ein Lichtstrahl der Sonne berührt Mutter Erde.

Storm

Der Spieler spielt durchaus ein klein wenig Gott, wenn er Naturelemente bewusst auslösen kann, um damit Dinge zu bewegen und Leben zu erschaffen. Doch so einfach und idyllisch ist es gar nicht: Den Samen so behutsam wie möglich an den fruchtbaren Fleck zu bringen, kann zur Tortur werden. Vor allem, wenn der Weg nicht auf Anhieb ersichtlich ist. Die Elemente deshalb geschickt einsetzen zu können, muss gelernt sein. Vor allem muss das Timing stimmen. Sonst kann es sein, dass der Samen im Graben liegt, wenn nicht frühzeitig gepustet oder einer Blitz ausgelöst wird. Der Spielende wird aber nicht ins kalte Wasser geschmissen. Dadurch, dass von Level zu Level der Schwierigkeitsgrad ansteigt, steht genug Zeit zur Verfügung, um das weltbewegende Handwerk zu erlernen. Dabei werden Luft, Wasser und Feuer zu Freunden.

Werde zum Schöpfer

Wind befördert den Samen, der Regen lässt ihn schwimmen (auftreiben), Blitze können den Samen aufspringen lassen. Durch Kombinieren der Elemente lässt sich das Ziel erreichen. Naturelemente können aktiviert werden, wenn die Ladeanzeige mindestens eine Ladung angibt. Mehrere Ladungen werden gesammelt, wenn der Samen sie berührt und bei jedem neuen Level müssen Ladungen neu gesammelt werden. Die Elemente sind durch die Knöpfe auszulösen. Tippt der Spieler sie einmal an, entladen sich die Elemente und müssen erst wieder geladen werden, bevor erneut ein Regenguss oder ein Blitzschlag ausgelöst werden kann. Die Anzahl der Aufladungen für das jeweilige Element wird unterhalb des Symbols für dieses Element angezeigt. Es kommt nicht darauf an, wie lange eine Taste gedrückt bleibt – es regnet oder windet immer gleich stark.

Den Samen in fruchtbare Erde zu bewegen, bleibt die Hauptaufgabe. Doch der Weg ist steinig, hügelig oder abschüssig. Die Elemente helfen, Baumstämme zu brechen, Felsen zu spalten oder Teiche zu füllen. Damit öffnen sich neue Wege. Beispielsweise kann Wasser verwenden werden, um Blasen zu schaffen und diese dann mit Wind wegzupusten.

Storm

Auf diese Weise können höher gelegene Ebenen erreicht werden. Mir passierte es, dass ich wild drauf los pustete und der Samen dann in einer Sackgasse landete. Es empfiehlt sich daher, zu Beginn des Levels nicht grad drauflos zu schiessen: Erst gucken, wohin der Samen hingelangen soll. Dann sich taktisch einen Weg suchen. Oft liegen Hilfen bereit: Ein kleiner Wirbel in der Luft oder unscheinbare Luftblasen, die andeuten, wo Wasser erzeugt werden soll. Die Anzahl Aufladungen für jeweiliges Element wird unterhalb des Elementar-Symbols angezeigt. Die Elementarkräfte müssen über einem Gegenstand ausgelöst werden, um den bestimmten Teil überhaupt zu beeinflussen.Taktisches SchauspielDer Spieler hat bei Schwierigkeiten die Möglichkeit, jederzeit auf das Tippbuch zuzugreifen. Da steht dann zum Beispiel drin: „Du kannst nun gleichzeitig zwei Windströmungen erschaffen.“ Was auch steht, ist, dass durch zwei aufeinanderfolgende Regengüsse ein Sturm ausgelöst wird. Aber davon habe ich nichts bemerkt.

Storm

Es gibt mehrere Arten von Samen. Einer beispielsweise triebt nicht auf dem Wasser. Ihn kann man zwar runterspülen, aber nicht auftreiben lassen. Ist der Samen in einer Sackgasse gelandet, kann er mittels B-Taste zurück auf den Baum gebeamt werden. Es sind Fallen in Form von Büschen vorhanden, welche den Samen sofort zurückschicken, wenn man sie berührt. Das ist dementsprechend unangenehm, wenn der Spieler bereits eine Menge Schikanen überwunden hat und diese darum noch mal machen kann.

Im Spielmodus „Adventure“ gilt es, neue Wege zu finden, um Levels freizuschalten. Im Modus „Challenge“ können die freigeschalteten Levels dann gespielt werden. Versteckte Boni sind an gut und auch schwieriger erreichbaren Orten zu finden. Im Geistmodus werden gegen die Zeit in den bereits freigespielten Levels so viele Geister gesammelt, wie möglich. Sie sehen aus wie Irrlichter. Logischerweise wird das Einsammeln bei höheren Levels sehr schwierig.

Die Musik ist stimmig, dazu könnte ich entspannt Pilates-Übungen machen. Zwar wechselt die Melodie bei jeder Jahreszeit, schade aber, dass die Musik Irgendwann aufhört zu spielen. Sie beginnt nach zirka vier Sekunden von vorne –  Ein fliessender Übergang wäre schöner. Doch das Piano, die Flöten und die Geräuschkulisse unterstützen die Naturstimmung.  Das blasende Windgeräusch ist gut erkennbar und Laub sowie Blumen, werden durchgeschüttelt. Der Regen fällt schwer von den schwarz gefärbten Wolken und Donnergeräusche sind zu vernehmen. Des Spielers Bildschirm wird ebenfalls verregnet.

Fazit

 

Storm

„Storm“ ist der perfekte Ausgleich zum Alltag. Stress kann durch die schöne Melodie abgestreift, durch Rätsel das Gedächtnis gefördert werden. Die Idee, Samen durch Luft, Regen und Blitze an einen fruchtbaren Ort zu bringen, ist sehr schön.

Von Level zu Level lernt der Spieler stetig kniffligere Rätsel in den insgesamt 49 Levels – welche in die vier Jahreszeiten aufgeteilt sind – zu lösen. Timing ist wichtig, um den Samen nicht zu verlieren. Dies fordert Kombinieren der Elemente – und die richtigen Tasten rasch einzusetzen. Dies setzt wiederum voraus, dass man sich zu Beginn des Levels einen Überblick verschafft und mögliche Wege findet  – und nicht einfach drauflosschiesst. Die Rätsel sind herausfordernd und wenn’s mal nicht weiter geht, hilft das Tippbuch weiter. Zwei Negativpunkte habe ich zu vergeben: Die Melodie ist immer dieselbe und unterbricht plötzlich.

„Storm“ ist für Kniffler und Naturliebende das Nonplusultra. Auf mich wirkt das Spiel meditativ und lässt mich in eine friedliche Welt reisen. I love it.

 

Veröffentlicht am 26. Juni 2013 auf GAMES.CH: http://www.games.ch/6766-storm/artikel/test-t136pa5029.php?p=1

Die fantastischen Vier

Nach drei Vorschauen über den Koop-Shooter von Insomniac Games, kommen wir endlich zum Testbericht. Jawohl, „Fuse“ geht seit dem 28. Mai 2013 über den Ladentisch. Wer nebst dem Getöse und Explosionen mehr erwartet, fragt sich: Ist das Teamplay wirklich so gut? Ist die Grafik nun top? Und fesselt der Shooter in die Couch? We let you know!

Irgendwo in der Wüste Nevadas. Irgendwo unter Sand, Staub und sengender Hitze ist eine geheime unterirdische Forschungseinrichtung der Regierung versteckt. Die Hyperion-Basis. Informationen, woran da unten geforscht wird, kommen wenig bis praktisch überhaupt nicht an die Oberfläche. Der Militärausschuss des Senats lässt lediglich wissen, dass mit sauberer Energie experimentiert wird – aha!

Fuse

Mit dieser Info muss sich das Fussfolk wohl abgeben. Ohne man kann sich an die Fersen des Overstrike-Teams heften. Und genau das tun wir!

Es ist heiss und selbst bei geöffneten Türen tritt der Schweiss aus sämtlichen Poren, die der Körper hergibt. Der Flug führt über die Wüste Nevadas, durch mehrere hundert Meter hohe Berge. Nichts als Sand und Stein, soweit das Auge reicht. Diese Landschaft ist so eintönig – nicht mein Ding.

Fuse

Langsam gewöhnt man sich an den Lärm der Rotoren und kann sich auf das Briefing konzentrieren. Izzy, Jacob, Dalton und Naya haben den Auftrag erhalten, eine Forschungsbasis des Militärs am Groom-Lake zu infiltrieren, die von Unbekannten angegriffen wurde. Die Unbekannten machen sich an eine geheime Technologie, die gesichert werden muss. Sie darf nicht in die falschen Hände geraten. Keine Ahnung, was einen da erwartet. Doch eines wissen wir: viele Tote. Die Eindringlinge haben sich bereits fortschrittlich ausgebreitet. Was das Militär fordert, sind saubere Agenten ohne Verbindung zur Regierung. Und das hat einen Namen: das Overstrike-Team.

Gibt’s sexy Bikinis?

Mit diesem vierköpfigen Team taucht der Spieler in die Schlacht. Im Hauptmenu kann in der Kampagne die Haupthandlung mit Freunden online oder alleine gespielt werden. Im Solo-Spiel haben Freunde die Möglichkeit, zu jedem Zeitpunkt einzusteigen, um die Bösewichte zu bodigen. Beim ersten Mal entscheidet sich der Spieler für einen der vier Charakter. Im Modus „Echelon“ kämpft der Spieler gegen gewaltige Gegnerwellen und sammelt Fuse-Credits an, um Upgrades zu erhalten. Dieser Modus ist durch die Gegnerfülle sehr anspruchsvoll und für die Fuse-Credits muss hart gearbeitet werden. Mein Tipp: Erst lernen, im Team zu kämpfen.

Fuse

Unter „Agenten“ können die Protagonisten ausgerüstet, Fähigkeiten freigeschaltet und Talente aufgewertet werden. Weil es fest vorgegebene Figuren sind, wird vergeblich auf individuellem Anpassen von Haarfarbe, Augenform oder etwa Hautfarbe gesehnt. Doch diverse Kampfkleidung (Skins) für die Agenten und deren persönliche Waffen lassen das Team in den Kämpfen glänzen. Leider noch ohne sexy Bikinis für Izzy und Naya.Vielleicht gibt’s diese in einem möglichen Update als Goodies freizuschalten.

Fuse

Sammeln, upgraden, siegen

Viel weniger dürfen Fähigkeiten und die Möglichkeit, sie aufzuwerten, fehlen. In den Levels sind EP zu sammeln. In einem Balken am oberen Bildschirm ist ersichtlich, wie viele EPs noch gesammelt werden müssen, um eine Stufe aufzusteigen. Jedes Mal, wenn ein Agent aufsteigt, erhält der Spieler einen Fähigkeitspunkt, mit dem er die Fähigkeit upgraden kann. Bei jedem Agenten unterscheidet sich das Fähigkeitsinventar etwas. Beispielsweise ist bei Dalton der Ferrofluid-Stabilisator für die Magnetschild-Welle aktualisierbar, bei Izzy hingegen wird das Melanit verstärkt, das die Gegner länger kristallisieren lässt. Nicht nur Fähigkeiten der einzelnen Agenten können aufgemotzt werden: Durch Einsammeln von Credits (unübersehbare riesen Goldbarren) können Team-Talente, wie Vitalität, EP-Multiplikator oder Banker – um Fuse-Credits zu erhöhen – aufgewertet werden.

Wie man sehen kann, ist „Fuse“ stark auf Belohnungen ausgelegt. Und es scheint, als ob der Entwickler es den Spielenden nicht all zu schwer machen wollte, denn um an Credits und EP zu gelangen, muss der Spieler nicht besonders kreativ sein. Alleine durch die Gegend laufen reicht. Oder eben Aufträge erledigen, welche sie durch General Burgess L. erhalten.

Die Taktik soll gelernt sein

Im ersten Level schickt er das Overstrike-Team in den Forschungs- und Entwicklungstrakt, wo sie die instabilen Fuse-Zellen in aktive Transformatoren bringen müssen. Denn sonst droht Fuse zu explodieren. Diese Mission ist auf Zeit zu erledigen. Sobald die Fuse-Zellen von einem Agenten transportiert werden, ist im Bildschirm dank eines Balkens ersichtlich, wie viel Zeit noch zur Verfügung steht. Einmal mehr ist Teamwork angesagt. Am besten ist, wenn jemand anders als Dalton die Materie transportiert, damit er mit seinem Mega-Shield schützen und angreifen kann. Die übrigen beiden decken den Fuse-Läufer. Manchmal ist die Gegnerfülle derart dicht, dass die Materie abgestellt werden muss, um dem Gegnerstrom Herr zu werden.

Fuse

Um die Gegnerfülle zu bodigen, gibt es genügend Munition für die drei mitgeführten Waffen. Von den erledigten Gegnern können deren Waffen aufgehoben werden. Trotz genügend Munition ist Aufmerksamkeit eines der obersten Gebote – und dies nicht nur mit den Augen: Genau so ist es von grossem Nutzen, seine Lauscherchen aktiv zu halten, um den Agenten zuzuhören. Sie bringen nützliche Infos. Einerseits über die Geschichte (über die sie selbst Stück für Stück mehr erfahren) und andererseits zum Lösen von Quests.

Dalton findet Katzen doof

Auch deshalb ist die Schwierigkeit der Aufgaben easy bis mittelmässig. Neben Informativem labert das Viererteam auch mal gerne Käse. Da erfährt man, dass Daltons Lieblingstiere nicht Katzen sind. Teils ist es unterhaltsam und man erfährt Dinge über die Charaktere, teils erinnert das Matcho-Gequatsche an den Actionfilm-Helden Bruce Willis. Gerade weil dieser Stuss nicht immer hilfreich ist, aktiviert man mittels linkem Stick die Distanzmessung zum Ziel, um sich in den Welten nicht zu verlieren.

Fuse

Die Welten sind nicht sehr gross, zudem weist der Gegner den Weg: einfach dem Strom nach. Dann bleibt meist nicht lange Zeit um auf Erkundungstour zu gehen, da der Bösewicht Raven nicht auf einen wartet. Immer schön im Fluss bleiben, das gilt ebenfalls beim Betätigen des Gamepads. Anfangs erhält der Spieler mittels Tutorial eine Einführung und dann klappt das sehr gut. Besonders cool finde ich die Aktion In Deckung gehen: Da rutscht der Agent hinter ein Objekt – das sieht schlicht genial aus. Im Übrigen ist die Physik der Figuren ok. Die Ladies sehen zwar sexy aus – was wohl das eng anliegende Outfit ausmacht. Doch Dalton ist ein Riesenfleisch-und-Muskel-Klops und der bewegt sich derart grob. Dreht er sich um, ist gleich der ganze Tisch von Kaffeetassen und Papierstapeln befreit. Auch sein Nahkampfangriff ist verlangsamt. Der sieht bei den Girls wiederum elegant und geschmeidig aus, obschon sie sich nicht gerade vorsichtig an den Gegner ran machen. Eher trampelnd und laut – kein Vergleich zu Sam Fisher aus „Splinter Cell“.

Und wenn’s brennt?

Wie dem auch sei: Diesen Koop-Shooter zu spielen macht riesen Spass. Ob alleine oder mit Freunden im Splitscreen. Dabei hat garantiert jeder alle Hände voll zu tun. Es herrscht wortwörtlich ein Teamspirit: Stirbt einer, sterben alle. Ist einer verletz, hilft ein anderer mit Medipacks. Angriffe mit den Xenotech-Waffen werden durch gemeinsames Anwenden verstärkt. Oder sie ergänzen sich gut: Izzy kristallisiert die Gegner und einer feuert den Gnadenschuss ab, Naya stösst unsichtbar vor und erledigt mit ihrer Nahkampferfahrung gerade mal paar, damit die anderen reinmarschieren können. Weniger cool sind unrealistische Phasen, in denen der General Infos durchgibt und nicht gekämpft wird: Dabei kann nicht durchs Visier geguckt oder sich am Feuer verbrannt werden. Obschon das Flimmern der Hitze sichtbar ist. Bei den Bosskämpfen mit Flammenwerfern können sich die Protagonisten allein durch Herumrennen von den Flammen selbst löschen. Fahrtwind FTW.

Fuse

Ebenso merkwürdig sind die selbst gelegten Sprengungen von Objekten: Die Protagonisten schauen lediglich in die andere Richtung. Dafür sind die Soundeffekte gut eingesetzt. Zischen, Knallen und Stimmen sind überzeugend. Im Hauptmenu lässt heroische Musik den Spieler für den bevorstehenden Kampf aufwärmen. Wer zwischen Getöse und Kämpfen Zeit hat, die Umgebung genau anzuschauen, wird nicht auf ein neues grafisches Wunder stossen. Wie bereits erwähnt: Der Fokus ist und bleibt beim Koop-Modus.

Fuse

Fazit

Danke Insomniac Games für diesen aufregenden Koop-Shooter. Mich überzeugt „Fuse“ und sobald ich diesen Testbericht zu Ende geschrieben habe, werde ich mich wieder in den Kampf gegen den Raven-Clan machen. Wer es mag, alle Hände voll zu tun zu haben, aktiv mitzudenken und taktisch die Gegner kalt zu machen, sollte sich diesen Shooter gönnen. Das Wechseln von einer zur anderen Charaktere bringt Abwechslung. Das Einsetzen der Xenotech-Waffen macht Spass, da sie grossen Schaden anrichten – Action pur. Teamspirit wird bei „Fuse“ gross geschrieben. Das zeigt sich durch das Zusammenspiel und das Sammeln wie Teilen von EP und Fuse-Credits. Gerade weil der Fokus auf dem Koop liegt, wurde bei der Grafik und Physik gespart. Auch die Logik lässt manchmal zu wünschen übrig. Grafikfans und Physikstudenten sollten nicht zu viel erwarten. Nichts desto trotz ist es ein spannender und knackiger Titel, der zumindest mich in die Couch fesselt. Meine Meinung über „Fuse“: I like!

Veröffentlicht am 28. Mai 2013 auf GAMES.CH: http://www.games.ch/8477-fuse/artikel/test-t135rb2410.php?p=1

Starte deine Motocross-Karriere

Abgefahrene Tricks wie die Motocross-Stars Nate Adams oder Cordova zaubern? Mit dem eigenen Avatar ist das in „Motocross Madness“ möglich. Und noch viel mehr: Über eine Karriere als Motocross-Fahrer bis hin zum chilligen Düsen auf Offroadstrecken ist alles möglich. Wir waren für euch auf der Teststrecke.

Sand, so weit das Auge reicht. In den Dünen Ägyptens scheint die Sonne und das Flimmern der Hitze lässt erahnen, wie heiss es ist. Die Landschaft, in der sich Pyramiden mit Palmen abwechseln, kommt Abenteuerlust auf. Der stahlblaue Himmel spiegelt sich auf dem Tank des Motorrades und in der Luft liegt der Geruch von Benzin. Die Motocross-Fahrer sind an der Startlinie aufgereiht und können kaum den Start abwarten, um über die Piste zu rasen. Sie lassen die Motoren ihren kräftigen Enduros aufheulen. Dann der Count Down: 3, 2, 1, los! Das Abenteuer ist gestartet.

Der eigene kleine Avatar startet als erstes im Karriere-Modus, wo erste Drifts und Stunts gemacht, sowie die Wirkung des Turboboosts erlebt werden. Nach zwei erfolgreich abgeschlossenen Testrunden folgt der Eintritt in den Bike Club. Freunde können sich in diesem Bike Club messen oder einander helfen, Ziele zu erreichen, indem die erreichten Werte kombiniert werden. Der Multiplayer ist in diesem brandneuen Motocross-Spass stark eingebettet. Sei es beim kollegialen Wettbewerb im Bike Club oder auf der Rennstrecke auf der bis zu acht Teilnehmer (Xbox Live) gegen einander antreten.

Motocross Madness

Als Master Chief ein Wheelie machen

Durch den Freundestreff und dass die knuffigen Avatare als Spielfiguren – oder viel mehr als coole Biker – die Piste stürmen, ist „Motocross Madness“ ein soziales und freundliches Spiel. Zwar ärgert sich der Avatar heftig und lässt all seine Frustration nach einem schlechten Rennen raus, ist jedoch rasch zufriedenzustellen, wenn durch die offenen Welten wie Ägypten, Australien oder Island gestreift wird. Das Freiheitsgefühl ist unvergleichbar. Hier können Münzen und Totenköpfe gesammelt werden, um zusätzliche Biker-Strecken und Goodies freizuschalten. Münzen und zusätzliches Geld können an Events verdient werden. Je nach Erfolg gibt es noch Goodies oben drauf.

Motocross Madness

Goodies können Bikes oder Kleider für den Avatar sein. Denn zu Beginn besitzt der Avatar über keinerlei Schutzrüstung. Mein Avatar beispielsweise – der weiblich ist, wohl bemerkt – flog anfänglich mit Sandalen und Rock über Schanzen. In diesem Motocross-Titel geht es wohl auch um das schicke Bekleiden des virtuellen Ichs sowie um das schön aussehende Motorrad.

Das Bike nicht gut genug? In der Werkstatt kann das Bike aufgewertet oder ein neues gewählt werden. Mit top Bike und geschniegelt ist der Spieler bereit für Avatar Famestar: Hier sammelt der Spieler Fame, was ein Mass dafür ist, wie berühmt der Avatar über alle Spiele ist. Fünf Levels gibt’s zu erspielen und natürlich reichlich Boni zum Sammeln. Und mag man einmal nicht mehr mit sich selbst wie ein freier Vogel über Schanzen fliegen, ist das Highlight sich in Kostüme zu hüllen und als Berühmtheiten wie Ezio Auditore aus „Assassins Creed“, Master Chief aus „Halo“, Sub-Zero aus „Mortal Kombat“ oder etwa Batman über die Piste zu rasen.

Motocross Madness

Genervter Avatar

Das Rasen funktioniert gut mit dem Gamepad. Das Handling ist auch für ungewohnte Biker schnell in den Griff zu bekommen. Der Drift ist unabdingbar, um in die Kurven elegant zu fahren. Was nervt, sind die Zwischensequenzen, wenn der Avatar vom Motorrad stürzt. Das Nette dabei ist, dass die Emotionen des Avatars zu sehen sind, der sich verärgert umschaut – doch es unterbricht den Spielfluss. Genauso nervig ist das Überrolltwerden von anderen.

Wegen solchen Zwischenfälle können die Mitbestreiter mittels Turboboost aufgeholt werden. Die Turboboost können jeweils bei Jumps mit tollem Move oder durch Einsammeln erlangt werden. Durch die vergleichsweise oft einsetzbaren Turboboosts sind die Rennen relativ einfach. Die Grafik ist gut und man erkennt auf Anhieb, dass es ein XBLA-Titel ist, wo sich der eigene Avatar zuhause fühlen kann. Authentisch beim Herumkurven ist, dass das Bike und der Avatar schmutzig werden. Die Sounds sind passend und es gibt stets was für die Ohren.

Motocross Madness

Fazit

In „Motocross Madness“ geht es vor allem um spassiges Daddeln, mit Kumpels abhängen, sowie Erfolge sammeln und das alles in schönen Landschaften. Ein cooles Race oder entspanntes Cruisen auf Offroastrecken bietet der neu nachgelegte Titel von Bongfish Games und Microsoft aus den 90ern. Hier gibt es für jeden etwas. Die Zwischensequenzen nach Stürzen sind weniger cool, sowie die übermässig vorhandenen Turboboosts, die das Spielen doch zu einfach werden lassen. Für 800 MS Points gibt es viel zu erleben und gewinnen. Ich über „Motocross Madness“: I like!

 

Veröffentlicht am 26. April 2013 auf GAMES.CH: http://www.games.ch/9222-motocross-madness/artikel/test-t134n91411.php