Jet Set Radio

Erobere die Strassen von Tokyo

Frech In-Line skaten, Graffitis an verbotene Orte sprayen und der Regierung den letzten Nerv rauben. Das könnt ihr alles seit dem 11. September 2012 machen. An dem Datum veröffentlichte Sega eine Neuauflage von „Jet Set Radio“ aus dem Jahre 2000 für Xbox Live Arcade. Jetzt aber in High-Definition!

Mit der neusten Entwicklung durchstarten

Tokyo-to. Eine City irgendwo in Asien. In dieser Stadt wird geskatet was das Zeug hält. Als Strassenpunk kannst du coole Flips zaubern, atemberaubende Saltos machen, auf Rails grinden und abgedrehte Graffitis in der Stadt sprayen.
Das absolut Tolle sind die neu entwickelten „netrium“ Batterien, welche die Inliner an deinen Füssen antreiben. Diese Neuentwicklung ermöglicht es dir, die abgefahrensten Moves zu machen.

Jet Set Radio

Das Ganze würde aber nur halb soviel Spass machen, wenn „Jet Set Radio“ nicht da wäre. Das ist eine Piraten Radiostation die dich stets auf dem Laufenden hält. Der Captain, auch als DJ „Professor K“ genannt, ist der Drahtzieher von „Jet Set Radio“ und er hat es voll im Griff. Mit seinen coolen Rastalocken und der stylischen Brille legt er nichts anderes als non-stop Hardcore Musik auf. So rockst du garantiert die Strassen von Tokyo-to!

Erzfeind – Polizeichef Onishima

So spassig das Leben auf der Strasse ist, so hat es auch ihre schlechte Seite. Die Bewohner von Tokyo-to nennen die Strassenpunks „Rudies“. Die Bewohner mögen die Rudies genau so wenig, wie die Regierung und die Finanzkonzerne. So kommt es, dass Regierung und Konzerne zusammen arbeiten, um gegen das rebellische Verhalten der Strassenpunks anzukämpfen.  Zusammen bilden sie die Rokkaku Gruppe, angeleitet vom Polizeichef Onishima. Hey: Nimm dich in Acht vor dem Typen. Denn der will nichts mehr, als die Rudies hinter Gitter bringen.

Jet Set Radio

Das Leben in Tokyo-to

Tokyo, Japan. Eine Stadt mit Wolkenkratzer an denen bunte Werbescreens angebracht sind. Millionen Menschen wissen bestens, wie man sich in dieser Weltstadt amüsiert. Eine Stadt, in der man einfach alles tun kann. Shopping, Essen, Party machen, Arbeiten, Wohnen.

Genau so ist es auch in Tokyo-to. Tokyo-to ist in drei Distrikte aufgeteilt. Shibuya-cho ist der Shopping-Distrikt. Da ist es fröhlich und heiter. Anders ist es in Benten-cho. Dieser Stadtteil steht für das Nachtleben. Da ist es dunkel und es wird Party gemacht.
Der dritte Stadtteil ist Kogane-cho. Ein Ort, in dem man lebt, es geht ruhig her und zu.

Jet Set Radio

Beweise dein In-Line Talent

Nun willst du aber bestimmt wissen, wie sich „Jet Set Radio“ spielen lässt. Stehst du auf Funk, Breakbeat, Elektro und Hip-Hop? Dann empfehle ich dir folgende Vorgehensweise: Boxen aufdrehen, Spiel starten und die Party geht los.

Im Menu gibt’s ein extra Tutorial anzuwählen. Es ist ein Revier der GGs in Shibuya-cho und frei von Polizisten. Da kann frei geskatet werden. Das Tutorial brauchst du aber nicht dringend zu spielen, denn im Spiel selbst gibt’s genug Zeit, um sich mit der Steuerung anzufreunden.

Da stehst du nun im Distrikt Shibuya-cho. Gum ist ein freches Girl, welches dich gleich herausfordert. Du musst dich erst beweisen, damit sich Gum dir anschliesst. Gum skatet immer vor und du musst es ihr dann nach machen. Auf diese Art wird die Steuerung gelernt.

Der zweite Herausforderer ist Tab. Er will von dir sehen, ob du coole Graffitis sprayen kannst und wie geschickt du dich an fahrende Autos hängst. Meisterst du alle von Gum und Tab vorgegebenen Skills, so schliessen sie sich dir an. Gemeinsam seit ihr die GGs.

Jet Set Radio

Für mich sind die Charakteren gewöhnungsbedürftig. Ich werde einfach nicht warm mit ihnen. Oft ist lediglich ein „Hey, you!“ zu hören und der Rest kann im deutschen Untertitel gelesen werden. Dazu tanzen die Figuren zur Musik. Sie sind echte Angeber. Offenbar müssen sie auch genau das sein, sonst würden sie als die frechen In-Lineskater auf der Strasse nicht überleben können! Wahrscheinlich wollten die Macher genau das bewirken…

Verteidige dein Revier

Von den beiden anderen Distrikten kommen andere Gangs in das der GGs. Es gilt sie zu vertreiben und ihre Graffitis müssen übersprayt werden. An allen Orten an denen Graffitis angebracht werden sollen, sind mit einem Pfeil markiert. Es kann im Fahren oder im Stehen mittels LT-Taste und linkem Stick gesprayt werden.

Wenn Polizisten Jagd auf die Rudies machen und so nicht in Ruhe geskatet werden kann, ist das In-Linen echt schwer. Beim Versuch auf Gegenstände zu springen, scheitert man oft und dies bringt einem zur Weissglut. Das passiert genau dann, wenn der blöde Polizeichef Onishima mit seiner riesigen Knarre der Spielfigur im Nacken hängt. Ich ärgerte mich zwar über das Handling, gleichzeitig war es brutal aufregend vor dem fiesen Onishima davon zu rennen. Es blieb mir nichts anderes übrig, als schreiend und völlig zappelig auf der Couch zu springen. Lustig!

HD ok. Aber diese Grafik ist schon etwas dürftig. Eckige Figuren und Gegenstände sowie grobe Linien. Da hätten die Entwickler schon mehr Liebe in die Grafik packen können. Ebenso weicht einiges von der Realität ab. Beispielsweise können die Figuren ewig hoch und weit springen sowie unrealistische Jumps machen.

Jet Set Radio

Verewige dich

Es gibt Spraydosen zu sammeln um überhaupt Graffitis anbringen zu können. Im Menu gibt es eine Rubrik unter der du dein eigenes Graffiti-Logo selbst malen oder ein vorgegebenes benutzen kannst. Im Level sprayst du dann eben dieses persönliche Graffiti, damit alle wissen, dass du der Strassenpunk warst, der eben vorbeigesaust ist.
Zusätzlich schweben diese gelben Radioheads in der Stadt, die du schnappen solltest, um neue Hits zu sammeln.

Neben dem bereits erwähnten „Graffiti erstellen“ im Menu, gibt es „das Radio“. Da können alle Hits abgespielt werden. Zu Beginn sind einige Beats von Hideki Naganuma zu hören und in den Levels kannst du zusätzliche Beats als Bonus holen.

Unter „Xbox Live“ kannst du dir die Bestenliste und Erfolge angucken. Als letztes gibt es „die Strasse“. Das ist eine Karte auf der die Distrikte ersichtlich sind und zeitgleich sind darauf die Levels anwählbar.

Fazit

„Jet Set Radio“ ist typisch japanisch. Magst du Kitsch? Dann ist dieses Game dein Ding! Hole dir den In-Line Spass für 800 MS Points nach Hause.

Die Story finde ich gut. Die ist logisch aufgebaut und einfach zum verstehen. Dadurch kann sich der Spieler schnell ins Spiel begeben. Der Sound ist fetzig und passt perfekt zum Rest. Ansonsten überzeugt mich die Aufmachung nicht. Obwohl die Charaktere frech sein müssen um ein Draufgänger-Image zu präsentieren, sind sie protzig und überheblich. Die Figuren und Gegenstände sind eckig und grob. Das In-Line skaten unrealistisch. Echt nervig ist, dass die Figur in Stresssituationen schwierig zu steuern ist.

Der hinterlegte Sound ist es, was das Spiel heraushebt. Die Tracklist geht voll ab und motiviert um frech über die Strassen zu flitzen. Ich rate aber dringend, neue Hits frei zu schalten, sonst hört man ständig die selben Beats.
Aufregend wird es dann, wenn der Polizeichef Onishima hinter dir her ist. Er tanzt mit einer Truppe Polizisten an, die wie Zinnsoldaten sind. Das ist lustig und bringt Bewegung ins Spiel.

„Jet Set Radio“ ist nicht das Spiel, dass mich Stunden in den Bann zieht. Generell wäre mehr Liebe für das Detail schön gewesen.

Ich sage nur: Spiel starten, nicht zu viel erwarten.

Auf diese Weise macht es Spass mit den In-Linern coole Tricks zu machen sowie stylische Graffitis an Wände und Autos zu sprayen.

 

Veröffentlicht auf: http://www.games.ch/7882-jet-set-radio/artikel/test-t129ca0839.php

Test: Xbox 360 · 12. Sep 2012 · Julienne Stucki (julie-neo)

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Dust: An Elysian Tail

Wahrhaftig eine Wunderwelt!

Geschaffen von Dean Dodill von den Humble Hearts Studios. Er bastelte diese wunderbare Welt innerhalb von drei Jahren in Eigenregie zusammen. Tauche ein in eine unvergessliche 2D-Fabelwelt von „Dust: An Elysians Tail“ und lasse dich von den Abenteuern fesseln, welche die Hauptfigur Namens Dust erlebt.

Das Grün der Blätter, die sonnenerleuchteten Bäume, die vielen bunten Blumen…
Von wundervollen Farben bin ich umgeben. Es scheint, als wäre immer Frühling und als gäbe es keine Sorgen auf dieser Welt. Rehe grasen vergnügt und Kaninchen hoppeln freudig auf den blumengeschmückten Wiesen. Leider kann ich hier nicht verweilen. Ich muss mich auf eine Reise begeben, von der ich nicht weiss, was sie für mich bereithält. Werde ich jemals wieder an einen so schönen Ort kommen wo es so selig ist? Ich bin Dust, und das ist meine Geschichte…

Dust: An Elysian Tail

Einer für alle, alle für einen

In „Dust: An Elysians Tail“ tötet ein Junge mit Namen Dust jeden noch so hartnäckigen Gegner, lüftet jedes noch so schwierige Rätsel und stellt sich jeder noch so grossen Herausforderung. Er ist der Held und Retter von einer uralten Zivilisation, deren Fortbestehen gefährdet ist.

Weil Dust so taff ist, kann er gut mit Frodo aus „Herr der Ringe“ oder mit dem Zauberlehrling Harry Potter gleichgesetzt werden.

Beginnen wir jedoch mit einer Legende. Beginnen wir mit der Klinge von Ahrah. Einem Schwert, das sich seinen Träger selbst aussucht. Und so suchte sich die Klinge Dust als Träger aus. Einsam kauerte er in einer Waldlichtung, als sich das Schwert für ihn entschied. Er selbst weiss nicht, woher er stammt und ist sich seiner Bestimmung nicht bewusst. Die Klinge von Ahrah begleitet den Jungen ab diesem Zeitpunkt  – und während seiner Reise erfährt er immer mehr über sich selbst. Dust und das Schwert ringen sich jedoch nicht alleine durch die märchenhafte Fabelwelt. Sie werden begleitet von der flauschigen und niedlichen Fidget. Sie ist die Hüterin der Klinge von Ahrah und schwebt fortwährend auf Kopfhöhe.

Der von den Göttern gesandte

Sobald das Spiel gestartet wird, durchrauscht eine beruhigende Klaviermusik den Raum, in dem der Spieler sitzt. Auf dem Bildschirm ist ein regnerischer Nachthimmel zu sehen. Alleine das Bild und die Musik bringen enorme Stimmung. Ich fühlte mich dadurch ausgeglichen und war gespannt auf das, was mich erwartet. Gleich erfährt der Spieler, dass es um das Retten einer alten Zivilisation geht und dies nur einem Helden glücken wird, der von den Göttern gesandt wurde. Dust hat keinen blassen Schimmer, wer er ist – oder was ihn genau erwartet – und genau das ist cool, denn der Spieler weiss es auch nicht. Durch den Verlauf des Spiels finden Figur und Spieler gemeinsam die Identität heraus. Dies schafft eine deutliche Nähe zum Charakter.

Dust: An Elysian Tail

Eine Waffe für alles

Das Schwert, die Klinge von Arah, ist die einzige Waffe, die Dust besitzt. Das Schwert ist wie ein Lehrmeister für ihn. Es unterstützt ihn und beantwortet Fragen, aber eben nicht alle. Geht es um die Identität, muss Dust es stets selbst herausfinden.

Fidgets Hauptmission ihrerseits ist es, das Schwert zu hüten und nur deshalb ist sie dabei. Manchmal ist sie etwas widerspenstig, lässt sich aber schnell von einfachen Argumenten umstimmen und ist mit vollem Elan dabei. Das lässt diese Charaktere sehr sympathisch wirken. Sie unterstützt den Jungen bei Kämpfen. Es ist toll, mit ihren magischen Leuchtkugeln und dem schwingenden Schwert die Gegner niederzuschlagen. Auf diese Weise können übrigens die Treffereffekte verlängert werden und man erhält so Boni. Fidget gibt, wie das Schwert, hilfreiche Inputs. Man kann durchaus sagen, dass die beiden kompetente Game-Guides sind.

Es ist zwar hilfreich, wenn der Spieler mit Hinweisen unterstützt wird. Meiner Meinung nach wird in diesem Spiel aber deutlich zu viel gequasselt. Wenn zum Beispiel eine Kampffähigkeit erlangt wurde, wird das Spiel eingefroren, um die neugewonnene Fähigkeit zu erklären. Ebenfalls, wenn ein Boss erscheint, auf den man volle Kanne draufhauen möchte, reden die Figuren wie in einem Trickfilm. Dies unterbricht den Spielfluss deutlich.

Packende Welten

Es gibt Spielsettings wie etwa Pilzwälder, Feuerwelten, Gebirge, Wälder, Wiesen, Hölen, Festungen und viele mehr.
Oft gibt es zertrümmerte Pavillons aus Steinen, in denen das Spiel gespeichert werden kann. Es gibt Quests zu lösen und Skills zu erlangen. Bei einem Levelaufstieg erhält der Spieler Kampfkunststeine, um Attribute upgraden zu können.

Dust: An Elysian Tail

Trifft Dust auf verriegelte Truhen, muss erst ein Schlüssel dafür gefunden werden. Den Schlüssel gefunden, beginnt der mühsame Teil. Dann nämlich darf alles wieder zurück gelaufen werden, um die Truhe zu öffnen. Das ist eher unpraktisch und vor allem müssen die Gegner alle erneut bekämpft werden. Die vernichtet man aber ruck-zuck mit coolen Kombo-Angriffen. Besonders toll ist das Angreifen in der Luft!

Zwischen Quests gibt es langandauernde Kämpfe zu meistern. Dies dient wohl der Erlernung der Kombos, mit der Zeit wird es aber eintönig.

2D macht Spass

„Dust: An Elysians Tail“ ist sehr einfach gestaltet. Das muss aber nicht heissen, dass es schlecht ist. Im Gegenteil. Die Levels sind sehr fantasievoll. In manchen Settings sind in der Hintergrundkulisse leuchtende Umrisse und Gegenstände erkennbar, die dem Spiel einen sehr speziellen Touch geben.
Die 2D-Grafik ist ganz in Ordnung. Die Geschichte spielt sich so, als ob man ein japanisches Märchenbuch liest. Die bunte Landschaft bringt eine geniale Stimmung und manchmal begleiten Dust springende Rehe und hoppelnde Kaninchen. Das sieht dann so aus, als ob eine Herde verschiedener Tiere zu einer Verkündung des berühmten König der Löwen eilt.

Dust: An Elysian Tail

Das alles wird von ruhiger Musik begleitet. Eigentlich ähnlich, wie bereits oben im Intro des Spiels beschrieben wurde.
Gesprochen wird in Englisch mit deutschem Untertitel.

Fazit

An alle Fantasy-Action-RPG-Freunde: Haltet von Sonnencreme über Wintermantel bis zum Feuerschutzanzug alles bereit. Denn in „Dust: An Elysians Tail“ erwarten euch abwechslungsreiche und sehr vielseitige Levels.

Dean Dodill kreierte diese illustrierte Welt bis auf die Musik und die Stimmen selbst. Wenn man das weiss, dann geht man das Spiel mit einer ganz anderen Grundeinstellung an. Diese mit Liebe kreierte Welt für 1200 MSP ist malerisch und actionreich zugleich. Dodill schaffte es, im Verlaufe des Spiels eine Nähe zu den Charakteren aufzubauen. Die Story ist und bleibt bis ans Ende spannend.

Es muss nicht viel mitgedacht werden, es wird alles angezeigt, darauf hingewiesen oder erzählt. Nichts desto trotz, wird zu viel geredet. Dies unterbricht den Spielfluss deutlich. Zusätzlich ist zu bemängeln, dass zwischen Quests ewig lange Kämpfe stattfinden die doch sehr nervig daherkommen.

Dieses Game ist ein One-Player, das von kleinen Kindern bis grossen Kindern – und zwar wirklich grossen Kindern – gespielt werden kann. Fazit: „I like“!

 

Veröffentlicht auf: http://www.games.ch/8470-dust-an-elysian-tail/artikel/test-t129793621.php

Test: Xbox 360 · 10. Sep 2012 · Julienne Stucki (julie-neo)

Tony Hawk’s Pro Skater HD

Zeige deine coolsten Tricks!

 

Greift zu den Skateboards und präsentiert eure Grinds, Ollies, Aerials und Flip-Tricks. Der gute alte Tony Hawk wurde von Activision und Robomodo „re-released“ und das in High-Definition! „Tony Hawk’s Pro Skater HD“ enthält Levels aus „Tony Hawk’s Pro Skater“ und „Tony Hawk’s Pro Skater 2“. Mit einem Xbox-Live-Konto und 1’200 MS-Points kann der Skater-Spass für Stubenskater heruntergeladen werden.

Der Götterskater

Kaum das Spiel gestartet, wird der Skatefreudige durch Soundtracks begrüsst, bei dem der Kopf garantiert mitwippt. Als nächstes folgt die Auswahl der Skater und da steht er: Tony Hawk. Juhu! Und er sieht nach wie vor prima aus.
Ich freute mich riesig, als es hiess, dass noch einmal ein „Tony Hawk’s“-Spiel veröffentlicht wird. Es tut gut, wieder mal mit ihm in Halfpipes und auf Asphalt zu skaten. Das Schöne daran ist, dass die Entwickler viel Vertrautes einbrachten. Grosse Neuheiten sollten nicht erwartet werden. Die klassischen Levels wie beispielsweise „Hangar“, „Marseille“, „Venice Beach“ oder „Schule“ geben der Neuauflage die Wiedererkennung aus „Tony Hawk’s Pro Skater“ und „Tony Hawk’s Pro Skater 2“. Fröhliches Skaten ist angesagt!

Tony Hawk's Pro Skater HD

Als ich den Namen Riley Hawk las, staunte ich nicht schlecht. Er ist der Sohnemann von Tony. Mit von der Partie sind also nicht nur erfahrene Meister, sondern auch junge Skateprofis. Namentlich sind es Rodney Mullen, Andrew Reynolds, Eric Koston sowie Nyjah Huston, Jake Harrison und Emily Westlund. Ach ja, mit von der Partie ist ebenfalls der eigene Avatar.

Herausforderung in drei Modi

Das Spiel bietet drei Modi: Einzelsession, Fun-Skaten und Karriere.
Die Einzelsession fordert den Spieler heraus. Es gilt Ziele auf Zeit abzuschliessen.

Tony Hawk's Pro Skater HD

Wie der Name Fun-Skaten schon aussagt, geht es bei diesem Modus um Skaten aus Spass, da gibt es weder Ziele noch eine Zeitlimite.

Und zu guter Letzt wird im Karrieremodus aus dem Sofaskater ein echter Skate-Champion. Zumindest in der digitalen Welt.

Bevor es ans Eingemachte geht, wählt man einer der sieben Skateprofis, ein Modus und ein Level. Es gibt sieben Levels, wovon nur die Lagerhalle frei ist, die anderen sechs müssen erst freigespielt werden. Ohne viele Einstellungen vornehmen zu müssen kann gleich drauflos geskatet werden.

Ich beispielsweise schnappte mir Tony Hawk und rollte erstmals in der Einzelsession die Pipes der Lagerhalle ab. Nach Linien und Gaps durchsuchte ich den Ort, um meinen Score in die Höhe schiessen zu lassen. Zugegeben, ich stiess schnell an meine Grenzen die Aufgaben zu erfüllen, um das nächste Level frei zu schalten. Hilfreich war auf jeden Fall der im Pausen-Menü enthaltene Lageplan, der aufführt, an welchen Stellen sich die Aufgaben befinden.
Karrieregeld erhält man, wenn Modi mit Bravur bestanden wurden. Mit dem verdienten Karrieregeld kann der Spieler unter anderem Spezialtricks oder neue Skateboards im Skateshop kaufen.

Mitreissende Beats

Wie bereits erwähnt, enthält die Trackliste durchaus „Head-Bang“-Potential. Millencolin, Bad Religion, Goldfinger, Telekinesis und einige mehr sind zu hören. Mir fehlten aber  deutlich die Titel „Hey Ho, Let’s go“ von den Ramones und „T.N.T“ von AC/DC! Schade, dass die einzelnen Songtitel nicht frei anwählbar sind.

Tony Hawk's Pro Skater HD

Die Skatefreude ist in HD geniessbar und als „ganz ok“ zu werten.

Typisch für „Tony Hawk“-Games ist das Hinfallen mit Blutspritzer. Ich hatte das nicht mehr in Erinnerung und erschrak erst fürchterlich. Also dazu sage ich: reine Geschmackssache! Stattdessen würden die Entwickler besser auf mehr realistische Bewegungen setzen. Zum Beispiel wenn sich die Figur erneut auf das Board stellt, denn dies ist wie in den älteren Versionen fragwürdig.

Ab und an gehorcht die Steuerung nicht. Ist der hingefallene Skater aufgestanden und steht nun blöderweise nahe an einer Wand, bleibt er da gerne hängen. Das kann schon nerven. Ansonsten ist die Steuerung einfach gehalten: Steuerkreuz und Buttons. That’s it.

Tony Hawk's Pro Skater HD

Fazit

Der Skaterspass aus den 90ern ist schlicht genial! Ein „Re-release“ von „Tony Hawk’s Pro Skater“ rauszugeben, war Spitze. Man weiss ziemlich genau, was einen erwartet. Ich finde toll, dass das Rad nicht neu erfunden wurde.

Die Levels frei zu schalten kann – muss aber nicht – eine Knacknuss sein. Als Hilfe steht ein Lageplan zur Verfügung. Die Tracklist ist super motivierend um über Pipes, Rails und Asphalt zu brettern. Bei der Steuerung hapert es manchmal, sie ist dafür nicht kompliziert.

Für 1200 MSP ist das Game ziemlich in Grenzen gehalten. Es ist zwar abwechslungsreich, jedoch für erfahrene Skatezocker nur eine Vorspeise. Hinzu kommt, dass man zwar online spielen kann, aber leider gibt es keinen Kooperationsmodus.

Für jeden der nach einem Schultag mit nervigem Lehrer oder einem stressigem Arbeitstag Spass haben will, der kann dies prima mit „Tony Hawk’s Pro Skater HD“ tun. Fazit: „I like“!

Veröffentlicht auf: http://www.games.ch/7954-tony-hawks-pro-skater/artikel/test-t129793402.php

Test: Xbox 360 · 07. Sep 2012 · Julienne Stucki (julie-neo)

Transformers: Fall of Cybertron

Transformers – Robots in the Sky!

Greift eure Arsenale und verteidigt Cybertron. Ja genau, es kann wieder geballert werden, was das Zeug hält! An der diesjährigen E3 wurde das Spiel zum „Best of Show“-Gewinner und als einer der besten Shooter des Jahres eingestuft. Ob zu Recht, erfährt ihr in diesem Testbericht…

Transformers: Fall of Cybertron

Die Jagd auf die Autobots

Es sind düstere Stunden auf Cybertron. Nichts ist mehr so wie früher. Der Kampf gegen die Decepticons wurde verloren und die Autobots werden nun von ihnen gejagt. Sie greifen nicht nur deren Heimatplaneten an, sie wollen die Herrschaft darüber und töten alles, was sich darauf befindet. Ihr Anführer, Megatron ist stark und hartnäckig. Obwohl sie die Überhand haben, wehren sich die Autobots so gut sie können. Doch das bedeutet auch, das Zuhause zu verlassen und eine neue Heimat zu suchen. Das ist einer der schwersten Entscheidungen, doch es gibt keine andere Wahl. Es rette sich wer kann…

Transformers: Fall of Cybertron

Weiter geht’s

„Transformers: Fall of Cybertron“ knüpft an „Transformers: War for Cybertron“ an. In „War for Cybertron“ ging es um den Kampf zwischen den Decepticons und den Autobots. Im neuen Blech-Gemetzel geht es nun darum, dass die Autobots den Kampf verloren haben und die Herrschaft über Cybertron den Decepticons überlassen müssen.
Die Robots können aber nicht einfach fliehen. Sie werden unerbittlich von den bösen Blechmännern gejagt. Die Decepticons wollen die Autobots auslöschen!

Bumblebee, greif sie dir!

Im Menu kann der Modus Mehrspieler gewählt werden. In diesem Online-Modus kann man in Matches aufsteigen und die Charaktere mit freigespielten Fähigkeiten anpassen. Zum Beispiel mit vielseitiger Ausrüstung von Kopf bis Fuss. Ebenfalls gibt es Autobots mit verschiedenen Fähigkeiten:  Aufklärer, Zerstörer, Titan oder Infiltrierer. In einem klassischen Deathmatch kann zwischen Decepticons oder Autobots gewählt werden.

Im Modus Eskalation gilt es, mit den Online-Friends gegen Horden von Gegnern zu überleben. Dabei kann geballert werden bis zum Abwinken.

Transformers: Fall of Cybertron

Für den Offline-Spieler gibt es die Kampagne. Hier wird die Geschichte durchgespielt.
Um mit den verschiedensten Robots spielen zu können, müssen sie erst freigeschaltet werden. Die berühmte Hummel ist als einziger Robot von Beginn weg frei. Mit ihm wird der Spielspass eröffnet.
Im ersten Level angekommen, geht es bereits hektisch her und zu. Die Umgebung ist extrem zerstört und Bumblebee wird getroffen. Mehr verrate ich aber nicht zu der Geschichte…

Gemeinsam gegen die Decepticons

Die Gegnerfülle ist zu bewältigen, wobei ungeübte Spieler möglicherweise zwei Anläufe in grossen Gefechten benötigen. Ganz nett von den Entwickler ist, dass die Möglichkeit besteht, während der Mission den Schwierigkeitsgrad zu wechseln.

Während den Missionen müssen Aufgaben alleine gemeistert werden. Sind diese erledigt, gilt es weiter vorzustossen, um die Decepticons abzuwehren. Dies wird dann jeweils zusammen mit anderen Autobots vollbracht. Gemeinsam wird alles Autobot-Mögliche getan, um von dem Planeten zu entkommen.

Dolby Digital verrichtet gute Arbeit: Die Soundkulisse ist super! Was jedoch störend wirkt ist, dass sehr viel Stimmen während des Spiels quasseln. Dies führt dazu, dass der Spieler irgendwann aufhört, darauf zu achten und wichtige Infos dadurch untergehen. Darunter zum Beispiel der Tipp der anderen Autobots, dass man sich auf Grund des eigenen niedrigen Energielevels etwas zurücknehmen soll. Gesprochen wird auf Englisch und die Untertitel sind in Deutsch.

Transformers: Fall of Cybertron

An einem Munitionsmangel zu scheitern ist sehr selten der Fall, es gibt immer reichlich herumliegende Munitionskoffer. Ebenfalls können Waffen aufgegriffen oder durch Upgrades erlangt werden.
Ein Autobot kann nicht pausenlos ballern, er muss auf den Anzeigebalken achten, bis der wieder geladen ist. Sterben darf man unendlich viel, es gibt kein Gameover, bei dem die Mission von vorne begonnen werden muss.

Schnelles Transformieren

In diesem Third-Person-Shooter wird der Spieler während des Spiels langsam mit der nötigen Steuerung vertraut gemacht. Beim Vorgängerspiel lies die Verwandlung in Fahrzeuge etwas zu wünschen übrig. Das ist jetzt viel besser: Mittels Drücken des linken Sticks transformiert sich jeder Autobot blitzschnell in ein Fahrzeug. Das kann so oft und wann immer einem danach ist gemacht werden.

Transformers: Fall of Cybertron

Die Steuerung ist unkompliziert und einfach gehalten. Nicht zu viel und nicht zu wenig.

Es ist mir schwergefallen, die bösen Jungs von den guten Jungs zu unterscheiden. Wenn sich die Autobots weiter vorne auf dem Schlachtfeld, in Nähe der Decepticons aufhalten und die eigene Figur weiter hinten steht, beschiesst man hin und wieder ein Autobot. Das ist zwar nicht weiter schlimm, aber muss nicht unbedingt sein. Obschon die HD-Grafik sehr wirkungsvoll ist, kann Lebendiges schwer von Gegenständen unterschieden werden. Allgemein sind die Umgebungen grandios gestaltet.

Transformers: Fall of Cybertron

Fazit

An alle Transformers-Eiferer: Hilft den Autobots zu entkommen! Jedoch wird einem euphorischen Transformer-Fanatiker schnell der Wind aus den Segeln genommen.
Die Grafik ist zwar prima, doch Gegenstände sind schlecht von den Gegnern zu unterscheiden. Die Musik im Menu ist fantastisch. Im Spiel ist sie aber spärlich vorhanden und es wird zu viel gequatscht, sodass sinnvolle Informationen überhört werden.

Im Grossen und Ganzen haut der Umfang des Spiels niemanden vom Hocker. Von einem „Best of Show“-Gewinner habe ich mir mehr erhofft.

Was aber super viel Spass macht, ist der Online-Mehrspielermodus. In diesem Game ist das der Knüller. Der macht wirklich Spass und dafür ist der Titel als der beste Shooter des Jahres verdient.

 

Veröffentlicht auf: http://www.games.ch/8226-transformers-fall-of-cybertron/artikel/test-t129665837.php

Test: Xbox 360 · 06. Sep 2012 · Julienne Stucki (julie-neo)